Die Welt der Geheimagenten hat die Menschen schon immer fasziniert – nicht umsonst haben Filme wie jene über James Bond Kultstatus. Viele würden gern wissen, wie es eigentlich ist, als Agent in geheimer Mission unterwegs zu sein. Und: ob sie überhaupt dazu in der Lage wären! Fakt ist: Geheimagenten brauchen allerlei Fähigkeiten, um in ihrem Arbeitsalltag bestehen zu können. Dazu gehört auch ein besonders gutes Gedächtnis! Und das kann man trainieren. Wie? Das verrät das Deutsche Spionagemuseum in Berlin in einer einfachen Anleitung.
In dem Museum am Leipziger Platz können sich die Besucher über die spannende Geschichte und die Methoden der Geheimdienste informieren – und lernen, was es braucht, um ein guter Agent zu sein. Laut den Betreibern gehört zum Können auch „die Fähigkeit, sich komplexe Informationen oder Zahlenkombinationen schnell einzuprägen“, heißt es in einem Beitrag auf der Website des Museums.
Gedächtnis trainieren leicht gemacht: Mit dieser Agenten-Methode funktioniert es!
Denn: Bei der Arbeit von Spionen kommen diese oft nur für sehr kurze Zeit in Kontakt mit den gesuchten Informationen. Folge: Wer nicht in der Lage ist, sich eine Information schnell und „im Vorbeigehen“ einzuprägen, wird als Geheimagent nur geringe Chancen haben. Viele Agenten nutzen dafür die sogenannte Loci-Methode. Aber: Wie funktioniert sie – und wie kann man sich damit Dinge in seinem Alltag einprägen?
Es ist gar nicht schwer, die Technik zu erlernen. „Loci“ steht dabei für „Orte“, denn bei der Methode prägen sich die Agenten die Informationen anhand eines bestimmten Ortes ein. Dabei soll ein Ort visualisiert werden, den man bis ins kleinste Detail auswendig kennt. Die eigene Wohnung, das Haus, in dem man aufgewachsen ist.
Möglich ist aber auch der eigene Arbeitsweg – oder ein bestens bekanntes Level in einem Computerspiel. Wichtig ist, dass man den entsprechenden Ort wirklich gut kennen sollte. In Gedanken wird ein festgelegter Rundgang durch diesen Ort erarbeitet – wichtig ist dabei, dass es möglichst viele einzelne Orte gibt. Räume, Schränke, Ecken, Nischen: Je detailreicher der Platz im Gedächtnis verankert wird, desto besser.

Agenten platzieren die Dinge, die sie sich merken wollen, nun an diesem Ort – oft verbinden sie eine Information mit einem Bild oder einem Gegenstand, der dann einen festen Platz im Gedächtnis-Raum bekommt. Die Experten des Spionagemuseums nennen ein Beispiel: Müsse man sich etwa den Namen Schmidt merken, könne man sich als Gedankenstütze das Bild einer Schmiede merken, das in einem Raum an die Wand gehängt wird. Zahlen könne man an die Wände schreiben.
Die berühmte Loci-Methode der Geheimagenten: So trainieren Sie Ihr Gedächtnis
Wichtig und hilfreich sei es, Gegenstände und Informationen auf eher verrückte Weise zu platzieren, denn dann könne man sie sich besser einprägen. Wer sich etwa eine Zahlenkombination merken muss, könne diese gedanklich mit Zahnpasta auf den Toilettendeckel im Gedächtnis-Badezimmer schreiben. Je auffälliger, desto besser, denn dann erinnert man sich später leichter.




