Jetzt ist wieder Himbeer-Zeit, zumindest für die besonders aromatischen Herbst-Himbeeren. Doch nach der leckeren Ernte folgt in der Regel der Schnitt. Da ist einiges zu beachten. Zur Pflege, Ernte und Rückschnitt haben wir die besten Tipps vom Profi-Gärter.
Welche Himbeersorten gibt es?
Bei den verschiedenen Himbeersorten unterscheidet man zwischen Sommer- und Herbsthimbeeren. Sie unterscheiden sich darin, wann die Pflanze reife Früchte trägt. Bei der Pflege und dem Schnitt ist es wichtig zu wissen, zu welcher Art die Himbeerpflanze gehört.
Wie schneidet man Sommer- und Herbst-Himbeeren am besten?
Generell sind Herbsthimbeeren einfacher zurückzuschneiden und zu pflegen, da sie an allen Ruten, also an alten und neuen Trieben, Früchte tragen. Nach der Ernte im Herbst kann man den Beerenstrauch komplett bodennah zurückschneiden, empfiehlt Gartenbauingenieur Markus Staden.
Die Sommerhimbeeren werden zweimal im Jahr geschnitten. Im Frühjahr, um den März herum, werden junge Ruten entfernt und nur kräftige Ruten stehen gelassen. Im Sommer werden nach der Ernte die abgeerntete Triebe entfernt und junge Ruten ausgedünnt. Da die sommerreifen Himbeersorten nur an den zweijährigen Ruten Früchte tragen, ist es wichtig, diese stehenzulassen.

Grundsätzlich gilt: Die Himbeerpflanze sollte jährlich zurückgeschnitten werden. So verhindert Sie, dass der Strauch verwildert und zu einem undurchdringlichen, stacheligen Busch wird. Wenn man den idealen Zeitpunkt zum Schneiden der Himbeeren nur um wenige Wochen verpasst, kann man die Sträucher trotzdem noch zurückschneiden. Die Herausforderung ist dabei nur, die alten von den jungen Ruten zu unterscheiden.
Welcher Boden ist der beste für dem Himbeer-Strauch?
Einer der wichtigen Erfolgsfaktoren, damit sich die Himbeeren im Garten wohl fühlen und gut wachsen, liegt im Boden. Wenn man Naturstandorte an Waldrändern und -lichtungen analysiert, wird schnell klar, dass ein lockerer Boden erforderlich ist. Simon Schrey, Versuchsingenieur für Beerenobst bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen beschreibt ihn wie folgt: „Ein humusreicher Boden, der eine gute Drainage hat, sodass keine Staunässe entsteht, ist ideal.“ Schrey empfiehlt zudem großzügige Kompostgaben beziehungsweise humose Substrate.





