Wo es überall kracht

Der Gewitter-Fahrplan für die nächsten 7 Tage: Jetzt rollt die Unwetter-Walze auf Deutschland zu

Gewitter, Hagel, Starkregen und bis zu 37 Grad: Der DWD warnt vor einer schweren Unwetterlage. Der Wetter-Planer für die neue Woche.

Author - Stefan Henseke
Teilen
In dem kommenden Woche drohen Unwetter. Der DWD warnt vor Schwergewittern.
In dem kommenden Woche drohen Unwetter. Der DWD warnt vor Schwergewittern.Illustration: STH/KI/Berliner KURIER

Deutschland steuert auf eine turbulente Wetterwoche zu. Nach einem noch vergleichsweise ruhigen Sonntag steigt die Gewittergefahr von Tag zu Tag deutlich an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt insbesondere für Dienstag und Mittwoch vor einer markanten Schwergewitterlage mit heftigem Starkregen, Großhagel und schweren bis örtlich sogar orkanartigen Böen. Gleichzeitig wird es vielerorts heiß bis sehr heiß.

DWD: Zur Wochenmitte droht Schwergewitterlage

Der Trend für die neue Woche ist eindeutig: Erst baut sich über Deutschland zunehmend schwül-heiße Luft auf, danach entladen sich die Energien in teils schweren Gewittern.

Schon zum Wochenstart wird die Atmosphäre zunehmend aufgeheizt. Während der Sonntag noch vergleichsweise ruhig verläuft, nimmt die Gewitterneigung am Montag deutlich zu.

In der Wochenmitte erreicht die Lage ihren Höhepunkt: Dann rechnet der DWD mit einer markanten Schwergewitterlage. Neben teils extrem heftigem Starkregen sind auch Großhagel sowie schwere bis örtlich orkanartige Böen möglich.

Erst zum Ende der Woche beruhigt sich das Wetter vielerorts wieder etwas, auch wenn vor allem im Süden und an den Alpen weiterhin einzelne kräftige Gewitter auftreten können. Der KURIER-Gewitterplaner zeigt, was die kommenden Tage für ein Wetter bringen.

Gewitter-Planer: So werden die kommenden 7 Tage

Sonntag: Ruhiger Sommer-Tag mit nur wenigen Risiken. Es bleibt in den meisten Regionen noch relativ ruhig. Nur am Alpenrand können sich örtlich kräftige Gewitter entwickeln. Dabei sind Starkregenmengen um 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich, lokal sogar Unwetter mit rund 30 Litern pro Quadratmeter.

Im Norden 21 bis 26 Grad, sonst 25 bis 33 Grad, im Südwesten bis 34 Grad. In der Nacht zum Montag bleibt es laut DWD vielfach trocken, meist gering bewölkt oder klar. In den Städten im Südwesten ist es auch nachts noch warm (20 Grad), sonst kühlt es auf 12 bis 19 Grad ab.

Montag: Die Gewittergefahr steigt deutlich an. Die Wetterlage beginnt sich spürbar zu verschärfen. Der DWD rechnet bundesweit mit einer deutlich steigenden Gewitter- und Unwettergefahr. Wo genau die schwersten Gewitter auftreten werden, lässt sich derzeit noch nicht präzise sagen. Möglich sind jedoch bereits heftige Starkregenfälle, größerer Hagel und schwere Sturmböen.

Der Montag markiert damit den Übergang in die kritische Phase der Woche. Und es wird wieder heiß. Die Höchstwerte liegen im Norden bei 26 bis 31 Grad, sonst bei 31 bis 37 Grad.

Am Dienstag droht eine Schwergewitterlage

Dienstag: Höhepunkt der Unwetterlage. Jetzt wird es ernst. Der Dienstag dürfte nach aktuellem Stand der gefährlichste Wettertag der Woche werden. Der DWD spricht von einer „markanten Schwergewitterlage“. Besonders im Norden und Westen sind häufig schwere Gewitter zu erwarten. Dabei drohen teils extrem heftiger Starkregen, Großhagel sowie schwere bis orkanartige Sturmböen.

Aber auch in den übrigen Landesteilen können starke Gewitter entstehen. Dort stehen vor allem Hagel und lokal begrenzte schwere Windböen im Fokus. Gleichzeitig wird es sehr heiß. Die Temperaturen erreichen 30 bis 37 Grad, lediglich an den Küsten bleibt es mit 25 bis 30 Grad etwas kühler.

Mittwoch: Gewitter-Gefahr bleibt hoch. Erneut können sich kräftige Gewitter bilden, teilweise mit Unwetterpotenzial. Besonders im Osten und Südosten Deutschlands drohen schwere Gewitter mit heftigem Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen.

Im Nordwesten ist die Gewitterneigung dagegen geringer. Die Temperaturen liegen meist zwischen 25 und 35 Grad. Vor allem im Süden und Osten hält die starke Wärmebelastung an.

Bei einem Unwetter in Sachsen kam am Samstag ein Mann ums Leben gekommen. Er sei in Rathen von einem umgestürzten Baum erschlagen worden, sagte ein Polizeisprecher.
Bei einem Unwetter in Sachsen kam am Samstag ein Mann ums Leben gekommen. Er sei in Rathen von einem umgestürzten Baum erschlagen worden, sagte ein Polizeisprecher.Jonas Schubert/xcitepress/dpa

Donnerstag: Wetterberuhigung mit regionalen Ausnahmen. Im Norden ist es wolkiger mit einzelnen Schauern und spürbar kühleren Temperaturen von 22 bis 29 Grad. Im Süden scheint häufiger die Sonne, allerdings entstehen dort im Tagesverlauf erneut Schauer und kräftige Gewitter.

Die Höchstwerte liegen dort weiterhin bei heißen 30 bis 34 Grad. Einzelne starke Gewitter sind laut DWD besonders im Alpenraum möglich.

Freitag: Viel Sonne und meist trocken. Der Freitag bringt vielerorts freundliches Sommerwetter. Im Norden ziehen zwar zeitweise Wolken durch, meist bleibt es aber trocken. Im Süden dominiert die Sonne.

Lediglich an den Alpen besteht noch eine geringe Gewitterneigung. Die Temperaturen erreichen im Norden 22 bis 29 Grad, sonst 30 bis 34 Grad. Insgesamt präsentiert sich das Wetter deutlich ruhiger als zur Wochenmitte.

Samstag: Neue Gewitter ziehen auf. Zum Wochenende kommt allerdings schon die nächste Wetteränderung. Im Westen und Süden entwickeln sich im Tagesverlauf Schauer und kräftige Gewitter. Im Osten bleibt es dagegen zunächst länger sonnig und trocken.

Die Temperaturen liegen zwischen 24 und 34 Grad. Nach jetzigem Stand handelt es sich laut DWD jedoch nicht mehr um eine flächendeckende Schwergewitterlage wie am Dienstag und Mittwoch.