Ist das das letzte Aufbäumen der Superhitze? Denn es sieht so aus, als ob Deutschland auf einen markanten Wetterwechsel zusteuert. Nach mehreren heißen Tagen nimmt ein Tief über Skandinavien Kurs auf Mitteleuropa und drängt die heiße Luft allmählich zurück. Zuvor drohen jedoch noch schwül-heiße Tage mit teils kräftigen Gewittern und regional sogar Unwettern. Danach könnten deutlich angenehmere Temperaturen den Hochsommer ablösen, erklärt Experte Michael Hoffmann von Wetterprognose-Wettervorhersage.de.
Skandinavientief läutet das Ende der Hitzewelle ein
Noch einmal wird es in Deutschland vielerorts hochsommerlich heiß. Doch nach Einschätzung von Wetter-Experte Michael Hoffmann zeichnet sich im Laufe der Woche ein deutlicher Wetterumschwung ab. Verantwortlich dafür ist ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien, das sich Schritt für Schritt nach Süden ausdehnen soll.
Dadurch wird die Hochdruckzone über Mitteleuropa nach und nach in Richtung Mittelmeer, wo es sowieso schon überall heißer als 30 Grad ist, verdrängt. Mit diesem Wechsel verändert sich auch die Luftströmung über Deutschland.

Die Folge: Die außergewöhnlich heißen Luftmassen werden zunehmend durch kühlere ersetzt. Der Sommer endet damit zwar nicht – die Phase mit extremer Hitze könnte jedoch laut Wetterprognose-Wettervorhersage.de vorbei sein.
Vor der Abkühlung steigt noch einmal die Unwettergefahr
Bis der Wechsel der Luftmassen vollständig vollzogen ist, bleibt das Wetter jedoch unbeständig. Deutschland befindet sich derzeit zwischen einem Tief über Skandinavien und einem Hochdruckrücken über Mitteleuropa.
Diese Wetterlage führt weiterhin sehr warme bis heiße sowie feuchte Luft aus südwestlicher Richtung heran. Dadurch nimmt die Wahrscheinlichkeit kräftiger Schauer und Gewitter zu. Regional können sich daraus auch unwetterartige Entwicklungen ergeben.
Besonders in der ersten Wochenhälfte bleibt die Wetterlage schwül und gewitteranfällig. Der Wind weht meist aus Südwest und kann in der Nähe von Gewittern kräftig bis stürmisch auffrischen. An den Küsten von Nord- und Ostsee sind stürmische Böen möglich. In der zweiten Wochenhälfte können dort sogar orkanartige Windböen auftreten.
Montag bringt noch einmal verbreitet Sommerhitze
Am Montag gelangen die heißesten Luftmassen bis in einen Bereich südlich einer Linie zwischen Münster und Berlin. Dort sind verbreitet Höchstwerte zwischen 30 und 35 Grad möglich. Im Rheingraben kann das Thermometer örtlich sogar auf 38 Grad steigen.
Nördlich davon bleibt es mit 23 bis 27 Grad, vereinzelt bis 30 Grad, etwas kühler.
Zunächst zeigt sich der Himmel vielerorts freundlich mit längeren sonnigen Abschnitten. Im Laufe des Nachmittags entwickeln sich jedoch von Südwesten her größere Quellwolken. Vor allem im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg können einzelne Gewitter entstehen, die sich bis zum Abend wieder abschwächen.
Dienstag und Mittwoch: Hitze bleibt – Gewitter werden kräftiger
An der schwül-heißen Wetterlage ändert sich zunächst wenig. Auch am Dienstag und Mittwoch strömt weiterhin feuchtwarme und instabile Luft nach Deutschland.
Vor allem am Dienstag können sich am Nachmittag teils kräftige Gewitter entwickeln, die regional Unwettercharakter erreichen.

Nach der Prognose liegt der Schwerpunkt zunächst über Teilen von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Am Mittwoch verlagert sich die stärkste Gewittertätigkeit voraussichtlich weiter nach Süden in Richtung Baden-Württemberg und Bayern. Dazwischen bleibt die Gewitterneigung geringer, einzelne Gewitter sind jedoch weiterhin möglich.
Die Temperaturen erreichen vielerorts erneut 30 bis 35 Grad. Im Süden sind örtlich sogar 39 Grad denkbar. Dort, wo Gewitter niedergehen, kann die Temperatur kurzfristig bis auf etwa 22 Grad zurückgehen.
Ab Donnerstag kommt kühlere Luft nach Deutschland
Zum Ende der Woche gewinnt das Skandinavientief weiter an Einfluss. Es dehnt sich in Richtung Alpen aus und sorgt mit westlichen Winden für den Zustrom deutlich frischerer Luft.
Dadurch gehen die Höchsttemperaturen spürbar zurück. Am Donnerstag und Freitag werden meist 22 bis 26 Grad erwartet, im Süden sind örtlich bis 28 Grad möglich.

Am Donnerstag bleibt es vor allem südlich der Donau noch stärker bewölkt. Dort können sich erneut teils kräftige Schauer und Gewitter bilden. In den übrigen Regionen lockert die Bewölkung zunehmend auf, sodass es vielfach trocken bleibt. Für Freitag wird außerdem wieder mit längeren sonnigen Abschnitten gerechnet.
Sommer bleibt – die extreme Hitze aber verkrümelt sich
Ob sich die großräumige Wetterlage dauerhaft umstellt, hängt nach Einschätzung von den Experten von Wetterprognose-Wettervorhersage.de davon ab, wie stark sich das Tief über Skandinavien durchsetzt und wie sich der Hochdruckrücken entwickelt.


