Diese süße Maus stirbt langsam aus! Auch Berliner können jetzt in ihren Gärten und Wäldern bei der Suche helfen, man muss aber sehr genau hinschauen ...
Gartenschläfer gesucht!
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Justus-Liebig-Universität Gießen und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung bitten weiter um Mithilfe bei der Suche nach Gartenschläfer-Vorkommen. Die Bestände der heimischen Schlafmaus aus der Familie der Bilche sind laut BUND in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Mit dem Projekt „Spurensuche Gartenschläfer“ soll eine Verbreitungskarte für das „Wildtier des Jahres 2023“ erstellt werden, heißt es am Montag in Berlin. Ziel sei, das Aussterben der Art in Deutschland zu verhindern.
Mehr als 9300 Hinweise auf den Gartenschläfer seien bereits aus der Bevölkerung zusammengekommen, heißt es. Jede Meldung helfe, der Art weiter auf die Spur zu kommen. Sichtungen der 100 bis 170 Millimeter großen Tiere können hier gemeldet werden. Der BUND setzt nach eigenen Angaben schon jetzt zielgenau Schutzaktionen um, beispielsweise mit Waldaufwertungen im Thüringer Schiefergebirge sowie im Harz und mit Hunderten Nistkästen in Wiesbaden, Mainz, Köln und Umgebung.

So findet man einen Gartenschläfer
Wer bei der Suche helfen will – hier findet man die schnuckeligen Tierchen: Gartenschläfer leben dem BUND zufolge überwiegend in Laub- und Nadelwäldern, vor allem auf felsigem Grund. Außerdem besiedeln sie auch Obst- und Hausgärten. Sie bilden zusammen mit dem Siebenschläfer und der Haselmaus die Familie der Bilche. Gartenschläfer sind fast ausschließlich nachtaktiv.
Und so sehen sie aus: Charakteristisch für den Gartenschläfer ist eine schwarze Fellzeichnung am Kopf („Zorro-Augenmaske“). Die Fellfarbe auf der Oberseite reicht von rotbraun bis grau mit einem rotbraunen Anflug, Flanken und Unterseite sind weiß.



