Säckeweise Gold, Schmuck und Luxusuhren schleppten Panzerknacker aus einem Tresorraum an der Fasanenstraße. Gehörte ein Iraker zu den Gangstern? Nach dem spektakulären Coup vor fast vier Jahren mit Beute in Höhe von mindestens 17,6 Millionen Euro schlägt die Justiz ein weiteres Kapitel auf. Mit Watheq A.A.-G. (38) kommt am Freitag ein Iraker vor Gericht.
Iraker festgenommen, als er aus der Türkei kam
Er soll einer der vier Männer gewesen sein, die in die Schließfachanlage in Charlottenburg eingedrungen waren. Lange fühlte er sich wohl sicher. Bis am 11. Februar 2026 am Flughafen BER die Handschellen klickten – bei seiner Einreise aus der Türkei.
Rückblick: Der 19. November 2022. Um 7.13 Uhr rollte ein dunkler Audi in die Tiefgarage, über die es zur Tresoranlage geht. Leichtes Spiel für die Panzerknacker: Thomas S. (55), der damalige Geschäftsführer, hatte ihnen zuvor Transponder, Schlüssel und Zugangscodes zukommen lassen. Er hatte auch dafür gesorgt, dass der Wachdienst durch eine Fake-Truppe ersetzt wurde.

1300 Schließfächer in einem Raum, 295 räumten sie leer. In einem anderen Raum sackten die Gangster 996 Luxusuhren ein. Sie schleppten die Beute über Stunden hinweg zu einem Transporter – mehrere Fuhren gingen zu einem Versteck. Bis 19.34 Uhr „schufteten“ die Panzerknacker.
Tresorknacker gaben alles, um Spuren zu vernichten
Keine Spuren sollten bleiben: Farbe auf Kameras gesprüht, Benzin über mitgebrachte Autoreifen gekippt und angezündet. Bis heute ist die Beute verschwunden. Doch der Ex-Tresor-Chef packte im Verhör bei der Polizei aus. Seine Version: Nach Geldwäschegeschäften mit dem Miri-Clan sei er in den Coup eingebunden worden.



