Eigentlich ist es ein nette kleine Reise nach Wolfsburg. Der 1. FC Union tritt Sonnabend (15.30 Uhr) beim VfL an. Nach den Länderspielen geht die Bundesliga wieder los. Doch für drei eiserne Profis ist das Spiel in der VW-Stadt keine Partie wie jede andere. Sie sagen aus drei unterschiedlichen Gründen: Mein Gott, schon wieder Wolfsburg!
Robin Gosens und sein Luftloch
Unions Nationalspieler Robin Gosens hat keine guten frischen Erinnerung an das Stadion. Erst vergangenen Sonnabend war er beim 1:4 der DFB-Elf gegen Japan dabei. Er wurde in der 60. Minute eingewechselt und machte in der 90. Minute einen dicken Bock. Er schlug an der Mittellinie am Ball vorbei. Gosens war bitter enttäuscht über seinen Blackout.
Denn das Luftloch hatte Folgen. Japan konterte und traf durch Takuma Asano zum 1:3. Es war die endgültige Entscheidung, die Blamage war perfekt und einen Tag später wurde Hansi Flick als Bundestrainer gefeuert. Gosens, der vor seiner Verpflichtung beim 1. FC Union noch nie in der Bundesliga gespielt hat, fährt jetzt innerhalb einer Woche erst zum zweiten Mal nach Wolfsburg. Hoffentlich wird der Auftritt besser für ihn.
Lucas Tousart und sein Debüt mit Erinnerungen

Es war der Wechsel mit der besonderen Würze in diesem Sommer. Lucas Tousart, Herthas bester Spieler der Saison, ging zum 1. FC Union. Der Franzose liebt Berlin und wollte die Stadt nicht verlassen. Da schlugen die Eisernen zu. Denn einen kampfstarken Mittelfeldspieler kann Urs Fischer immer gebrauchen. Doch im Sommer-Trainingslager in Österreich verletzte sich Tousart beim 1:0-Test gegen Udinese Calcio am Oberschenkel.
Pause statt Vollangriff in Köpenick. Jetzt ist er wieder fit, macht diese Woche alle Einheiten mit. Sein Bundesliga-Debüt für Union kommt. Aber beim VfL Wolfsburg. Genau dort spielte Tousart am 27. Mai auch das letzte Mal für Hertha in der Bundesliga. Die Blau-Weißen gewannen 2:1. Aber es war der bitterste Sieg seiner Karriere für ihn. Denn Hertha war da bereits abgestiegen.
Robin Knoche und der Ex-Klub

15 Jahre spielte Robin Knoche für den VfL Wolfsburg. Von den Junioren-Teams bis in die Bundesliga. 2020 wurde der Vertrag des Innenverteidigers bei den Wölfen nicht mehr verlängert. Der 1. FC Union holte ihn ablösefrei. Knoche sagte damals: „Wenn man 15 Jahre für einen Verein gespielt hat, fällt ein Wechsel wahrscheinlich keinem Spieler leicht. Trotzdem freue ich mich, jetzt für den 1. FC Union aufzulaufen. Der Verein hat sich toll entwickelt und viele Fußballfans im letzten Jahr überrascht und begeistert.“



