Benedict Hollerbach ist beim 1. FC Union ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Die Euphorie nach dem Kaugummi-Wechsel von Zweitliga-Aufsteiger Wehen-Wiesbaden ist verflogen. Stattdessen häufen sich die Rückschläge.
„Ich komme in die Mannschaft mit dem Anspruch, mich zu etablieren, als Stürmer viele Tore zu machen und Verantwortung zu übernehmen. Von daher bin ich enttäuscht über die Nicht-Nominierung für die Champions League“, sagte der 22-Jährige und zeigte dabei aber auch Verständnis, „die Kadersituation gibt es nicht her. Das gilt es für mich anzunehmen.“
Besonders gleich der erste Auftritt bei der Köpenicker Premiere in der europäischen Königsklasse bei Real Madrid am 20. September hätte den Stürmer gereizt. „Bernabeu wäre auch eine schöne Reise, um die Atmosphäre zu spüren“, sagte Hollerbach. Im Gegensatz zu dem ausgeschöpften Gästekontingent von 3840 Unioner Fans, die ihr Team nach Madrid begleiten, weiß Hollerbach noch nicht, ob er mit der Mannschaft mitreisen wird.
Hollerbach muss sich auch in der Bundesliga hinten anstellen
Auch in der Bundesliga muss sich Hollerbach, der in der vergangenen Saison mit Wehen Wiesbaden den Aufstieg in die zweite Liga geschafft hatte, hinten anstellen. „Der Kader ist sehr üppig besetzt – auch von den Namen. Als neuer Spieler ist es sehr schwer, Akzeptanz zu erhalten, das kann man nur über Spielzeiten erlangen“, sagte der gebürtige Starnberger, der sein Debüt in der Bundesliga bei der 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig gab. Natürlich hatte er sich seinen Einstand anders vorgestellt, aber selbst die über eine halbe Stunde Spielzeit sei für ihn ein wichtiger Schritt gewesen, „um mich dem Niveau anzupassen.“

