Nach vier Spielen ohne Sieg scheint das Lachen beim 1. FC Union etwas seltener geworden zu sein. Natürlich lässt auch Trainer Urs Fischer Vorsicht walten, wenn er sich zum Spiel morgen (15.30 Uhr) bei Aufsteiger Heidenheim äußert: „Heidenheim ist eine laufstarke Truppe mit viel Aggressivität. Vor allem bei Standards dürfen wir die Heidenheimer nicht unterschätzen.“
Drei Strafstöße und zwei Rote Karten in den vergangenen fünf Spielen ist nicht das, was ein Trainer wie Fischer bei seinem Team übersieht: „Niederlagen gehören zum Sport, aber wo man kann, sollte man sie vermeiden.“
Wenn die Eisernen so auftreten wie in der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim, könnte die Fahrt auf die Schwäbische Alb erfolgreich verlaufen. „Auf alle Fälle müssen wir wieder bis ans Limit gehen, wenn wir gewinnen wollen. Auf keinen Fall ist Heidenheim eine Mannschaft, wo du hinfährst, drei Punkte abholst und wieder heim reist“, redet Fischer seinen Spielern ins Gewissen und warnt vor Illusionen.
Fischer-Motto: „Aber irgendwann muss mit der Kritik auch wieder gut sein“
Erst recht in der aktuellen Negativserie und seiner lautstarken Halbzeitansprache beim 0:2 gegen Hoffenheim. „Aber irgendwann muss mit der Kritik auch wieder gut sein“, weiß Fischer, dass seine Männer auch wieder einmal eine Streicheleinheit benötigen. Die bestehen vor allem im gewohnten Tagesablauf. Es seien vor allem „die Basics, an denen wir arbeiten müssen“, sagt der Schweizer. „Von Aktionismus halte ich nicht viel, auch wenn es mal nicht so läuft.“
Beide Teams kennen sich noch gut aus der 2. Bundesliga. Da stehen die Schwaben bei zehn Spielen mit zwei Unentschieden durch fünf Siege im Plus. Natürlich wollen die 1700 mitreisenden Fans der Eisernen im sechsten Bundesliga-Spiel der laufenden Saison zum dritten Mal wieder einen Sieg sehen.
Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Braga ist außen vor
Bei seiner Betrachtung ließ Urs Fischer übrigens das Champions-League-Spiel gegen Braga am Dienstag in Berlin gänzlich außen vor. „Unser Kerngeschäft ist die Bundesliga und darauf müssen wir uns konzentrieren.“ Fischer sagt das in einem Ton, der keinen Widerspruch zulässt.


