Es ist heute wieder Uhrenzeit in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“. Aber kein seltener Chronograf eines angesehenen Luxus-Herstellers aus der Schweiz oder eine exklusive Fliegeruhr stehen zum Verkauf. Der Wecker von Verkäufer Michael aus Bodenheim hat den Weg zum „Bares für Rares“-Experten Sven Deutschmanek und Moderator Horst Lichter gefunden.
Ein „jeckes Ding“, meint der Chef, „viel zu leise“. Kommt nicht so gut an, dieser Zeitmesser. „Den muss man am Ohr tragen“, demonstriert der Experte. Die Stimmung ist schon mal gut, als der Eigentümer sich als Uhrensammler outet. Und Sven erklärt die Entstehungsgeschichte dieser Merkwürdigkeit: ein gepolsterter Wecker. Der unter das Kopfkissen gehörte, dann weckte er nicht alle, sondern nur eine bestimmte Person. Irre Idee. Nur hat sie nicht hingehauen. Der Kiss-Kiss-Wecker aus den 1970er-Jahren wurde ein Flop und besiegelte den Untergang der Herstellerfirma.

„Bares für Rares“-Händler will Wecker zweckentfremden
Vielleicht aber wird das Ding ja ein Verkaufsschlager im Händlerraum, denn der Zustand ist wie neu, auf der Skurrilitäts-Skala hat das Teil ein glatte 10 verdient und Verkäufer Michael will auch nur 50 bis 80 Euro dafür haben. Der Experte spielt mit und so reicht es zur Händlerkarte.
Die Kissenuhr „ist unbeschlafen“, stellt „Bares für Rares“-Händler David Suppes sehr zur Freude seiner Kollegen fest. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen. Geht es auch nicht. Kulthändler Walter Lehnertz haut seinen 80-Euro-Waldi raus, denn er hat Verwendung für den Wecker: „Ist ’ne schöne Küchenuhr.“
Und das war’s auch schon, Deal für Waldi!


