Antiker Höhenmesser

„Bares für Rares“ wird im Händlerraum zum Bildungsfernsehen

Nicht jeder kann so ein antikes Messgerät zusammenbauen. Der Verkäufer zeigt dann, wie es geht.

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Bastelstunde bei „Bares für Rares“: Viele kleine merkwürdige Teile ergeben am Ende ein Hypsometer.
Bastelstunde bei „Bares für Rares“: Viele kleine merkwürdige Teile ergeben am Ende ein Hypsometer.ZDF

Was bitte ist das denn für ein Höllen-Maschinchen, das da beim „Bares für Rares“-Experten Detlev Kümmel auf dem Tisch steht? Der Moderator Horst Lichter äußert einen Verdacht: „Das sieht aus wie eine kleine Küche für draußen.“ Warum ihm der Experte da sogar ein bisschen recht gibt, wird ein ewiges Geheimnis bleiben, denn weiter kann man eigentlich kaum danebenliegen. Verkäufer Heiko aus der Nähe von Hannover, der zusammen mit seiner Frau Jeanine die Merkwürdigkeit in die ZDF-Trödelshow gebracht hat, klärt auf: Es handelt sich um ein Hypsometer.

Braucht man als normaler Mensch nicht unbedingt in jedem Haushalt, aber wer gern wissen möchte, in welcher Höhe über dem Meeresspiegel er sich befindet und es dazu noch kompliziert mag, dem kann man die Anschaffung eines solchen Teils nur empfehlen? Aber Höhenmessung geht heute sicher auch bequemer ...

Verkäufer gibt „Bares für Rares“-Händlern Nachhilfestunde

Der „Bares für Rares“-Experte macht sich dann erst einmal an den Zusammenbau der uralten Apparatur von 1929 und die hat es in sich: Kocher, Hülsen, Thermometer – Liebhaber alter technischer Gerätschaften werden es lieben. Fragt sich nur, ob die Händler solche in ihrem Kundenstamm haben. Aber was wurde bei „Bares für Rares“ nicht schon alles verkauft. Und erst recht, wenn der Wunschpreis nur bei sehr bescheidenen 100 Euro liegt. Experte Detlev setzt 180 bis 200 Euro für das gut erhaltene Hypsometer im Lederetui an. 

Verkäufer Heiko hat zusammen mit seiner Frau Jeanine die Merkwürdigkeit in die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ gebracht und baut vor den staunenden Händlern sein Hypsometer zusammen.
Verkäufer Heiko hat zusammen mit seiner Frau Jeanine die Merkwürdigkeit in die ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ gebracht und baut vor den staunenden Händlern sein Hypsometer zusammen.ZDF

Die Händler haben zwar keine Ahnung vom Zusammenbau, aber ihr Interesse ist sofort geweckt, und Julian Schmitz-Avila bietet mit 80 Euro einen sogenannten Waldi. Die Herren Wolfgang Pauritsch und Daniel Meyer sind auch dabei. Und während man sich der 200-Euro-Marke nähert, legt Verkäufer Heiko erst einmal Hand an und baut die ganze Gerätschaft fachmännisch zusammen, erläutert nebenbei die Funktion. „Bildungsfernsehen“, lobt „Bares für Rares“-Händlerin Elisabeth „Lisa“ Nüdling. Nachhilfe in Physik könnte man es auch nennen. Und Heikos Vorstellung ist gut für den Endpreis. Bergwanderer Wolfgang zahlt ihm schließlich 300 Euro für das antike Höhenmessgerät: „Auf in die Berge!“

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.