Heute sind zahlreiche leicht bekleidete Damen bei Moderator Horst Lichter in der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ zu Gast. In Form einer dicken Bildermappe, die Lena aus Castrop-Rauxel gern veräußern würde. „Mein lieber Herr Gesangsverein“, freut sich der Chef über das pikante Konvolut an Aktdarstellungen, „das ist Kunst und nichts Verwerfliches“.
Die Kunstmappe, das ist ein Erbstück der Oma von Verkäuferin Lena, die selbst gemalt hat, und die 20 Aktfotografien wohl einst als Studienobjekte nutzte. In den alten Zeiten war die dargestellte Nacktheit durchaus noch verwerflich, daher auch der originelle Titel der Bildmappe: „Ohne Mode“.
Und die Expertin weiß, dass solche Mappen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht selten waren. Da zum Beispiel Frauen bis 1919 keine Gelegenheit hatten, an Kunstakademien zu studieren, benötigten sie Studienobjekte, die ihnen über solche Bildermappen zugänglich wurden.

Extrem aufwendig hergestellt und weit über 100 Jahre alt (1902 hergestellt), könnten die Akte für einen hübschen Betrag an die „Bares für Rares“-Händler gehen, da für Sammler sicher super-interessant. Da machen auch die paar Stockflecken nicht viel aus.
„Bares für Rares“-Händlerin sehr interessiert – Einstiegsgebot lässt hoffen
100 Euro wünscht sich Lena, bis zu 250 Euro sind laut „Bares für Rares“-Expertin Dr. Friederike Werner durchaus machbar. Man wird sehen, wie die Händler auf so viel nackte Haut reagieren. Interessiert, kann man sagen. Bereits mit Einstiegsgebot von 200 Euro von „Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger ist der Wunschpreis verdoppelt.
Und weil Esther Ollick und Friedrich Häusser ebenfalls sehr interessiert sind, steht man schnell bei 300 Euro. Und mit dem Zuschlag geht’s ebenso schnell. Für 310 Euro wechseln die Nacktbilder die Besitzerin – Lena macht den Deal mit Esther. Immerhin eine Verdreifachung des Wunschpreises, es gab schon schlechtere Geschäfte ...


