Es gibt viele leckere Kuchenrezepte, die in der DDR regelmäßig auf den Tisch kamen – doch die heute, Jahre nach der Wende, teilweise beinahe als vergessen gelten. Während es die klassische Eierschecke aus dem Osten etwa noch bei vielen Bäckern gibt, können mit dem klassischen Mooskuchen heute wohl nur die wenigsten etwas anfangen. Aber: Dieser leichte und cremige Blechkuchen ist wirklich lecker – das Rezept sollten Sie unbedingt mal wieder ausprobieren!
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Köstliches Rezept für Mooskuchen: Dieser Blechkuchen schmeckt wie früher
Viele, die den Mooskuchen nicht kennen, dürften sich aber vor allem eine Frage stellen: Wie kommt der Kuchen zu seinem Namen? Das ist einfach erklärt: Der Blechkuchen bekommt unter anderem eine Creme-Schicht, die mit einer Lage Kaffeepulver bestreut wird. Wird das Kaffeepulver durch die Creme feucht, bildet sich auf der oberen Seite des Kuchens eine grün-braune Schicht, die an Moos erinnert und dem Kuchen seinen Namen gibt. Die chemische Erklärung: Die Färbung tritt ein, weil im Kaffee sogenannte Chlorogensäure enthalten ist, die mit dem Eiweiß der Creme auf dem Kuchen reagiert.
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Bis auf etwas Küchenchemie stecken aber nur handelsübliche Bestandteile im Kuchen: Der Boden wird aus einem Schokoladenteig gemacht, der Belag besteht hauptsächlich aus Eiweiß, Zucker und Kokosfett. Wichtig ist nur eines: Damit der Mooskuchen nach diesem Rezept gelingt, sollte er nach dem Bestreuen mit gemahlenem Kaffee für etwa 24 Stunden im Kühlschrank oder in einem kalten Raum aufbewahrt werden. In dieser Zeit entfalten sich die Aromen, der Mooskuchen zieht richtig durch und wird so lecker wie früher. Hier kommt das geniale Rezept für köstlichen Mooskuchen wie in der DDR.
Zutaten für Mooskuchen wie in der DDR: Das brauchen Sie dafür
Sie brauchen: 4 Eier, 250 Gramm Butter (sie sollte zimmerwarm sein!), 250 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Prise Salz, 1 Becher saure Sahne, 50 Gramm Kakaopulver, 300 Gramm Mehl, 1 Teelöffel Natron. Für den Belag: 200 Gramm Kokosfett, 6 Esslöffel Puderzucker, 6 Eiweiß
Leckerer Mooskuchen wie in der DDR – die Zubereitung
Und so geht der Mooskuchen: Butter, Zucker und Vanillezucker in eine große Rührschüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgerätes schaumig rühren. Dann nach und nach die Eier zugeben. Saure Sahne einrühren. In einer anderen Schüssel Mehl, Natron, Salz und Kakaopulver miteinander vermischen und diese Trocken-Mischung dann nach und nach zur Butter-Zucker-Eier-Mischung geben.
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Den Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Ein Backblech fetten oder mit Backpapier belegen und den Teig darauf sorgfältig verstreichen. Dann für etwa 30 bis 40 Minuten backen. Nach dem Backen vom Blech ziehen und den Boden für den Mooskuchen vollständig abkühlen lassen.
Wenn der Boden für den Mooskuchen abgekühlt ist, das Eiweiß steif schlagen und nach und nach den Puderzucker einrühren. Das Kokosfett in einem kleinen Topf erhitzen. Wieder abkühlen lassen und dann zur Eiweiß-Zucker-Mischung geben. Alles gut miteinander verrühren, sodass eine weiche Creme entsteht. Diese auf den Kuchen geben und glatt streichen. Zum Schluss Kaffee durch ein Sieb auf den Kuchen sieben.
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