Am Sonntag habe ich, wie viele Berliner, beim Marathon zugeschaut. Es ist immer ein großartige Szene, Tausende von Sportlern zuzusehen, die aus der ganzen Welt nach Berlin kommen um hier gemeinsam zu laufen. Die Zuschauer jubeln auch den Hobby-Läufern zu, Kinder klatschen sie ab, um sie zu motivieren. Eine tolle Sache.
Nicht so toll lief es am Start, in der Nähe des Brandenburger Tores. Hier stürmte kurz vor dem Massenstart der schnellsten Läufer eine kleine Gruppe von Klimaaktivisten auf die Strecke, verschüttete Farbe und versuchte, sich auf der Fahrbahn festzukleben. Kurz vor dem Start von Hunderten von Läufern. Hätte die Aktion geklappt, wäre das lebensgefährlich gewesen! Für Läufer und Aktivisten.
Nachdem der Versuch, dieses Sport-Event zu kapern, fehlgeschlagen war, beklagten sich die Aktivisten auf X, niemand würde ihnen zuhören und deshalb müssten sie so weitermachen. Aber das stimmt nicht. Es gibt jede Menge Fernsehbeiträge, Sendungen und Artikel über Klimaaktivisten und ihre Ziele!
Das hohe Ziel rechtfertigt es nicht, die Gesundheit anderer aufs Spiel zu setzen
Viele gesellschaftliche Minderheiten beklagen sich, dass sie nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. Aber diese von Mega-Sport-Events zu kapern auf sich lenken zu wollen, ist absolut nicht in Ordnung. Das hohe Ziel, die Klimakrise zu bekämpfen, rechtfertigt es nicht, die Gesundheit anderer aufs Spiel zu setzen, Kunst- und Bauwerke zu beschädigen und andere Straftaten zu begehen. Und auch nicht, an unsere Demokratie zu rütteln.
Doch die Aktionen der Aktivisten werden immer radikaler, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ich fürchte, es fehlt nicht mehr viel, und es wird dabei jemand schwer verletzt. Ist das die gute Sache wirklich wert?



