Es ist ein Ergebnis, wie es zu erwarten war – und dennoch ein besonderes: Beim Parteitag der CSU am Sonnabend in München wurde Markus Söder erneut zum Chef der Partei gewählt. Und fuhr dabei sein persönliches Rekord-Ergebnis ein: Auf dem Parteitag stimmten 96,6 Prozent für ihn. Damit ist sein Wert im Vergleich zur vergangenen Wahl noch einmal gestiegen. Ein Grund zur Freude für den CSU-Chef.
CSU-Chef Söder vergleicht Lage in Deutschland mit der Zeit der Weimarer Republik
„Es ist echt großartig“, sagte Söder zum Wahlergebnis. In einer Rede schlug der CSU-Chef allerdings sehr ernste Töne an. Denn: Er verglich die derzeitige politische Lage in Deutschland mit jener in der Weimarer Republik – also jener Zeit, bevor die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernahmen.
Die Weimarer Republik dauerte von 1919 bis 1933. Sie war geprägt von wirtschaftlichen Krisen und politischen Unruhen und endete mit dem Nationalsozialismus von Adolf Hitler. „Man merkt leichte Anfänge von Weimar“, sagte Söder nun in einer Rede auf dem CSU-Parteitag.

Er appellierte deshalb besonders an die Delegierten – und erklärte, er werde alles dafür tun, die AfD zu bekämpfen. „Diese Leute kommen nicht an die Macht, diesen Leuten legen wir das Handwerk, so wahr mir Gott helfe“, sagte Söder. Politik dürfe nicht aus Wut, Frust und Angst gemacht werden – die CSU wolle eine Politik mit Mut, mit Hoffnung und Zuversicht. „Lasst uns auf diese Demokratie achten“, sagte er den Delegierten.
Nach den aktuellen Umfragen droht der Partei bei der bayerischen Landtagswahl in zwei Wochen allerdings eines der schlechtesten Wahlergebnisse ihrer Geschichte. Die Delegierten wollten Söder mit der Wiederwahl erkennbar für die Landtagswahl stärken.




