Karl Lauterbach gibt das Hanf frei. Am Mittwoch hat die Bundesregierung seinem Gesetzentwurf zugestimmt.
Werden die Pläne des Ampel-Kabinetts umgesetzt, dann können wir uns in Deutschland alle bald straflos einen Joint anzünden – oder sogar unsere eigene kleine Cannabis-Plantage anpflanzen. Was nach Sodom und Gomorra klingt, soll als Gesetz zur Legalisierung der Droge nach der Sommerpause im Bundestag erst beraten und dann beschlossen werden. Und das wäre vernünftig!
Denn seien wir doch mal ehrlich: Die bisherige Verbotspolitik ist komplett gescheitert. Cannabis ist nicht erlaubt und gehört trotzdem fast überall zum Alltag. Fast jede und jeder hat „schon mal probiert“ und dafür wird dann irgendwo „was besorgt“. Meistens ist völlig unklar, woher der Stoff wirklich stammt. Niemand weiß, wer ihn zusammengemischt und möglicherweise gestreckt hat, um damit mehr Umsatz herauszuholen.
Dem Schwarzmarkt die Grundlage entziehen
Mit der von der Regierung geplanten Freigabe wäre damit Schluss. Neben der Klarheit über die Herkunft der Droge würde dem Schwarzmarkt und der Beschaffungskriminalität die Grundlage entzogen. Der Justiz würden Tausende Ermittlungsverfahren erspart (die bisher am Ende ohnehin meist eingestellt wurden, aber die Behörden vorher wochenlang beschäftigen).
Und: Deutschland würde endlich mit der Unlogik aufräumen, dass Schnaps und Zigaretten konsumiert werden dürfen, Haschisch aber nicht. Laut Studien gibt es bei uns ca. 75.000 Todesfälle im Jahr durch Alkohol- und Tabakkonsum, das Zigfache im Vergleich zu Cannabis...

Nicht jede Kritik an dem Gesetz ist unberechtigt
Die Haschisch-Legalisierung wird aus Deutschland keine Kiffer-Nation machen. Die reale Größenordnung des Konsums würde aber erkennbar. Wissenschaft und Medizin könnten endlich gezielt darauf reagieren.



