„Wir wünschen uns Fairness“

Verbot in Karls Erlebnisdorf: Das sagt der Chef zur Warnung

Ein durchgestrichener Picknickkorb auf der Karls-Website sorgt für Fragen. Jetzt erklärt Chef Robert Dahl, was dahintersteckt.

Author - Florian Thalmann
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Der Eingang von Karls Erlebnisdorf in Elstal bei Berlin. Für viele Familien in der Hauptstadtregion ist der Freizeitpark ein beliebtes ausflugsziel.
Der Eingang von Karls Erlebnisdorf in Elstal bei Berlin. Für viele Familien in der Hauptstadtregion ist der Freizeitpark ein beliebtes ausflugsziel.Jürgen Ritter/imago

Das Wochenende steht bevor – und da wird es wieder viele Menschen in die Erlebnisdörfer des Erdbeer-Giganten Karls ziehen. Ein schöner Tag zwischen Hofladen, Fahrgeschäften und allerlei Spaß für große und kleine Besucher – perfekt im Sommer! Doch wer sich aktuell auf der Website von Karls informieren will, wird von einer Warnmeldung überrascht. Was plötzlich auf dem Bildschirm erscheint, sieht aus wie ein Verbot in den Familienparks. Doch was hat es damit auf sich? Der Chef von Karls hat sich jetzt dazu geäußert – und benennt ein Problem der Park-Betreiber.

Karls Erlebnisdorf ist für viele ein tolles Ausflugsziel

Für viele Menschen sind die Erlebnisdörfer von Karls ein tolles Ausflugsziel. Ein toller Ort, an dem man mit der Familie gut und gern einen ganzen Tag verbringen kann. Doch wer auf die Website der Erdbeerhöfe geht, wird von einer Warnmeldung überrascht: Bevor man die Erlebnisdörfer bestaunen kann, um seinen Besuch zu planen, wird ein Verbotsschild angezeigt. Darauf: ein Picknickkorb, aus dem verschiedene Lebensmittel ragen – durchgestrichen.

Darüber steht: „Mitgebrachte Snacks? Nur für Ameisen erlaubt.“ Und darunter verkündet ein Textstück: „Wir bitten euch herzlich: Lasst Essen und Trinken zu Hause. Unsere Erdbeer-Köche, Waffel-Bäcker und Limo-Zauberer freuen sich auf euch!“

Diese Warnmeldung erscheint, wenn man die Website von Karls Erlebnisdorf aufruft. Darf man jetzt etwa kein Essen mit ins Erdbeerdorf nehmen?
Diese Warnmeldung erscheint, wenn man die Website von Karls Erlebnisdorf aufruft. Darf man jetzt etwa kein Essen mit ins Erdbeerdorf nehmen?Screenshot: KURIER

Darf man jetzt kein eigenes Essen mehr mitbringen, wenn man die Erlebnisdörfer des Erdbeer-Imperiums Karls besucht? In einem Interview meldete sich jetzt der Chef persönlich zu der Warnmeldung zu Wort, die sicherlich viele Besucher verunsichert hat.

„Verbote sind bei Karls eigentlich verboten“, sagte Robert Dahl von Karls gegenüber dem Nachrichtenportal Ruhr24. Natürlich ist es auch weiterhin gestattet, dass etwa Familien für die Kinder kleine Snacks einpacken – oder dass Menschen, die unter Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten leiden, eigene Lebensmittel im Gepäck haben. Den Park-Betreibern geht es aber um etwas ganz anderes: ein faires Verhalten gegenüber den Freizeitangeboten von Karls.

In den Erlebnisdörfern von Karls gibt es auch viele Fahrgeschäfte. Der Eintritt in die Parks ist grundsätzlich kostenlos, einige Attraktionen auch gratis nutzbar.
In den Erlebnisdörfern von Karls gibt es auch viele Fahrgeschäfte. Der Eintritt in die Parks ist grundsätzlich kostenlos, einige Attraktionen auch gratis nutzbar.Jürgen Ritter/imago

Eintritt in die Parks von Karls ist kostenlos

Denn: Der Eintritt in die Parks ist kostenlos – und auch viele Attraktionen können kostenlos genutzt werden. „Wir wünschen uns im Gegenzug ein kleines bisschen Fairness“, sagt Dahl. Das bedeutet: Man möchte natürlich mit der Gastronomie Geld verdienen, um den Betrieb der Parks zu ermöglichen. Wer also einen Tag im Erlebnisdorf verbringt, kann sich gern auch Pommes oder eine Waffel kaufen.

Wir wünschen uns im Gegenzug ein kleines bisschen Fairness.

Karls-Chef Robert Dahl zum kostenlosen Eintritt bei Karls

Wer den Warnhinweis weggeklickt hat, sieht übrigens auch die gastronomischen Angebote, die es in den Parks gibt. Gegessen werden kann unter anderem bei Friedas Hof-Küche, beim Tregger-Grill, im Burger-Zirkus oder im Mecklenburger-Restaurant. Dazu kommen einige weitere Restaurants und Stände, an denen für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt wird.  Die Auswahl ist groß.

Trotz der Bitte an die Besucher betont Dahl, dass es keine Verbotskultur geben wird – und man keine Taschenkontrollen plane. Man wolle mit dem Hinweis vor allem vermeiden, dass Gäste für größere Picknicks mit Kühltaschen anreisen. „Karls kostet keinen Eintritt – dafür freuen wir uns, wenn der Picknickkorb zu Hause bleibt“, sagt Dahl.