Wunderkind Kennet Eichhorn (17) hatte große Träume und Ziele, als er vor sieben Wochen von Hertha BSC zu Bundesliga-Topteam Bayer Leverkusen wechselte. Jetzt wurde Deutschlands Jahrhunderttalent brutal gestoppt. Statt Training, statt Bundesliga-Start, statt Nationalelf-Hoffnungen ist er jetzt in einer Spezialklinik. Das Eichhorn-Drama: Er leidet wie der WM-Torschütze Mario Götze (34) an einer rätselhaften Stoffwechselerkrankung.
Eichhorn wird in Spezialklinik behandelt
Angefangen hat es mit einem Magen-Darm-Virus Mitte Juli in der Saisonvorbereitung in Leverkusen. Fünf Tage später waren fünf Kilo weg. Und dann kamen sie nicht zurück. Kein Gewicht, keine Kraft, kein Fortschritt – dafür Test nach Test bei den Medizinern, statt Training auf dem Rasen.
Bei Herthas Superjuwel, das vergangene Saison in der Zweiten Liga sofort zum Stammspieler wurde, geht momentan nichts. Dabei war er mit so viel Hoffnung zu Bayer gewechselt. Nach seiner Vertragsunterschrift spürte jeder bei seinen Antrittssätzen die Vorfreude des Teenies.
„Leverkusen ist ein Verein, der schon viele, auch sehr junge Spieler schnell zu Topprofis entwickelt hat. Ich werde alles einsetzen, um hier einen ähnlichen Weg zu gehen“, hatte er damals gesagt. Auf Eichhorns Weg liegt jetzt der bisher größte Stolperstein seiner Karriere, sein Körper muss heilen, bevor er überhaupt wieder gegen den Ball treten darf.

Bayer-Boss Rolfes: „Eichhorn erhält Zeit und Ruhe“
Die Mitteilung des Klubs, fünf Tage nach Eichhorns 17. Geburtstag, klingt jetzt so bitter. Nach fachärztlichen Untersuchungen wurde eine Stoffwechselstörung diagnostiziert, kurzfristig beginnt die stationäre Behandlung in einer spezialisierten Einrichtung, danach ein individueller Aufbau. Ein Rückkehrdatum nennt keiner.
„Kennet steht vor einer hoffentlich sehr langen Karriere auf höchstem Niveau. Wir werden ihn auf diesem Weg bestmöglich unterstützen“, sagt Sportchef Simon Rolfes (44). „Wichtig ist zum jetzigen Zeitpunkt, dass wir die richtigen Maßnahmen für seine Genesung eingeleitet haben und Kennet ohne Druck die notwendige Zeit und Ruhe für seine Behandlung erhält.“
Mario Götze kämpfte 2017 mit Stoffwechselstörungen
Diese fatale Krankengeschichte erinnert an Deutschlands WM-Torschützen von 2014. Eichhorn muss jetzt wie Mario Götze (34) kämpfen. Auch er litt ab Februar 2017 an einer Stoffwechselstörung. Bei ihm hatten Monate mit muskulären Problemen die Ärzte auf die Spur gebracht.
Götze war fünf Monate raus, fand bei Borussia Dortmund nie mehr zurück und fuhr 2018 nicht zur Weltmeisterschaft. Er wagte 2020 einen Neuanfang in Holland bei PSV Eindhoven, bevor er 2022 zu Eintracht Frankfurt wechselte.




