Noch sechs Tage bis zum Saisonstart für Hertha BSC. Vor dem ersten Spiel am Freitag in der Zweiten Liga beim VfL Bochum fragen sich alle: Wie gut sind die Blau-Weißen nach dem finanziell notwendigen Abspecken des Kaders. Ausgerechnet zwei Ex-Profis des 1. FC Union reden schon vor dem Anpfiff der Saison 2026/27 vom Abstiegskampf für die Blau-Weißen. Gibt es eine bessere Motivation?
Felix Kroos spricht von dunklen Wolken bei Hertha
Im Zweitliga-Check des „Kicker“ gaben die Ex-Unioner und jetzigen Experten von RTL und Sky Simon Terodde (38) und Felix Kroos (35) ihre Prognosen ab. Über Hertha BSC fällt ihr Urteil knallhart aus. Kroos sieht über den Hauptstadtklub „eine dunkle Wolke schweben“ und sagt: „Sie müssen aufpassen, dass sie nicht so einen schlechten Saisonstart haben, dass es gefährlich wird.“ Und Terodde ergänzte: „Du kannst auch ganz schnell unten reinrutschen.“

Das ist von den beiden keine Provokation, sondern die Aussagen spiegeln die Meinung auch vieler kritischer Fans von Hertha BSC wider. Topstars wie Kennet Eichhorn (17), Fabian Reese (28), Michaël Cuisance (26) und Tjark Ernst (23) wurden verkauft und bisher gibt es mit Oluwaseun Adewumi (21) nur einen Neuzugang. Trainer Stefan Leitl (48) wartet weiterhin auf einen neuen Mittelstürmer, auf einen linken Außenverteidiger und auf einen Torwart.
Hertha-Trainer Leitl bleibt optimistisch
Das ist die Pessimismus-Perspektive. Doch es gibt auch viele positive Signale von den Blau-Weißen. Coach Leitl hat es mit den vielen jungen, hungrigen Spielern geschafft, einen neuen Teamspirit in die Truppe zu bekommen. Leitl betont seit dem Start der Saisonvorbereitung immer wieder: „Die jungen Spieler ziehen voll mit. Darüber bin ich zufrieden.“
Auch nach der guten 2:2-Generalprobe gegen Bundesligist 1. FC Köln am vergangenen Freitag war Leitl angetan, wie weit sich die Truppe schon entwickelt hat: „Mein Eindruck nach diesem Spiel ist sehr positiv, die Jungs haben versucht das umzusetzen, was wir von ihnen eingefordert haben, speziell die hohen Pressing-Situationen, immer wieder diese Intensität an den Tag zu legen.“ Das Einzige, was er bemängelte: „Wir hatten jede Menge Torabschlüsse, aber ich glaube, da haben wir noch ein bisschen Luft nach oben.“



