Im vierten Spiel hat es die Eisbären erwischt. Das 2:4 (1:2, 1:1, 0:1) in Mannheim ist die erste Niederlage der noch jungen Saison für den DEL-Rekordmeister (9 Titel). Ärgerlich, ausgerechnet beim Erzrivalen! Aber schämen muss der EHC dafür auf keinen Fall.
Denn 11.335 Zuschauer in der SAP-Arena sehen 60 Minuten Eishockey vom Allerfeinsten. Mit allem, was dazu gehört: tolle Tore, Tricks und trockene Treffer. Aber der Reihe nach.
Gerade mal 133 Sekunden sind gespielt, das klingelt es zum ersten Mal im EHC-Tor. Offiziell wird das 0:1 Maxi Eisenmenger gutgeschrieben, weil es im Eishockey ja keine Eigentore gibt. Denn beim finalen Rettungsversuch hat zuletzt Eisbär Yannick Veilleux die Kelle am Puck, bringt ihn unhaltbar für Torwart Jake Hildebrand über die Linie.
Eisbären: Zwei frühe Gegentore, zweimal großes Pech
Die Antwort in der rasanten Anfangsphase lässt nur 72 Sekunden auf sich warten. Zach Boychuk schnappt sich einen langen Pass von Leo Pföderl, tanzt Adler-Goalie Arno Tiefensee aus – 1:1 (4.). In dem Tempo geht’s weiter.
Mannheim braucht in der ersten Überzahl nur drei (!) Sekunden für die erneute Führung. Nach dem Bully zieht Matthias Plachta gleich mal ab und schießt Morgan Ellis an den Rücken. Von da prallt die Scheibe ins Tor. Zweites Gegentor, zum zweiten Mal Pech.
Eisbär Yannick Veilleux: Nasenbein gebrochen
Dann rammt Denis Reul mit Anlauf Eisbär Blaine Byron in die Bande. Veilleux stellt den Übeltäter, jetzt fliegen die Fäuste. Reul (1,93 m, 108 Kilo) ist auch verbeult, gibt hinterher zu: „Ein paar Dinger habe ich auch kassiert.“ Aber er trifft besser: Veilleux (1,87 m/94 Kilo) verpasst den Rest des Spiels mit einem Nasenbeinbruch.

Auch davon lassen sich die Eisbären nicht schocken, Ty Ronning gleicht zum 2:2 aus. Da sind im zweiten Drittel gerade mal 38 Sekunden gespielt. Nach dem 2:3 durch Jyrki Jokipakka (36.) drückt der EHC auf den Ausgleich, kassiert den K.o. zum 2:4 von Kris Bennett ins leere Tor (59.).


