Zunächst wollten ihn die Eisbären gar nicht haben, als Klein-Jonas im Alter von sechs Jahren mit seinen Eltern im Welli auftauchte. Bloß gut, dass alles anders kam. Heute kann man sich die Eisbären ohne Jonas Müller (27) kaum noch vorstellen.
Ein schöner Blick zurück: Die leider schon verstorbene damalige Materialchefin Oma Beutner suchte in ihrer Materialkammer doch noch ein Paar Schlittschuhe für den Jungen raus und legte so den Grundstein für eine große Eishockey-Karriere.
Aus dem „Würstchen“ ist inzwischen mit 1,85 m und 92 Kilo längst ein überaus stattlicher Eisbär geworden. Müller heißen hierzulande viele, aber Jonas Müller ist im Eishockey ein Unikat.
Jonas Müller stellte DEL-Traummarke auf
2018 schießt er im Olympiafinale gegen Russland (3:4 n. V.) sein erstes Länderspiel-Tor. Dieses 3:2 bedeutet bis 56 Sekunden vor Schluss sogar Gold. Mit dem olympischen Silber-Sensationsteam wird er auch zur deutschen Mannschaft des Jahres gewählt. In Berlin wird er „Sportler des Jahres“.
Dazu kommt: In der Saison 2017/18 kommt er inklusive Play-offs auf eine Plus/Minus-Bilanz (bei einem Tor bzw. Gegentreffer auf dem Eis) von plus 38. Ein bisher in der DEL einmaliger Wert.
Jonas Müller ist im exklusiven Silber-Klub
Mit Eisbären-Kumpel Marcel Noebels (31), Kölns Moritz Müller (36) und Dominik Kahun (28/SC Bern) ist Jonas einer von nur vier deutschen Cracks, die Olympia- und 2023 auch WM-Silber holten. Dazu kommen noch zwei deutsche Meistertitel.
Müller kann nicht nur mit der Kelle. Angeregt durch Freundin Lisa setzte sich Jonas an die Staffelei und malt. Eines seiner Bilder versteigerte er im vorigen Jahr zugunsten des Kältebusses.





