Das Brandenburger Tor hat schon viel gesehen. Jubelnde Menschen beim Fall der Mauer, Feuerwerke, Demonstrationen. Auch die komplette Verhüllung des Tores, das im Jahr 2000 aufwendig saniert wurde, gab es schon.
Nun haben Klimaaktivisten für einen neuerlichen Eingriff gesorgt: Das Tor muss wohl eingerüstet werden, um die orange Farbe am Sandstein der Säulen entfernen zu können.
Die Reinigung des Brandenburger Tors nach einer Farbattacke von Klimaaktivisten wird außerdem deutlich länger dauern und mehr kosten als zunächst gedacht. Das teilte die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) mit. „Das Farbgemisch ist wegen seines Wasseranteils tiefer in den Sandstein eingedrungen als zunächst angenommen“, schilderte eine Sprecherin der BIM.

Brandenburger Tor mehrere Wochen eingerüstet
Das Unternehmen geht davon aus, dass die Arbeiten mehrere Wochen dauern und das Tor dafür eingerüstet werden muss. Es sei noch nicht möglich, die konkreten Kosten zu benennen. Es sei aber von einer sechsstelligen Summe auszugehen. Ursprünglich waren etwa 35.000 Euro genannt worden.
Die BIM kündigte an, unabhängig vom Strafverfahren gegen die Verursacher zivilrechtliche Schadensersatzansprüche geltend machen zu wollen. Mitglieder der Klimaschutzgruppe Letzte Generation hatten am 17. September alle Säulen des Brandenburger Tors mit oranger Farbe besprüht. Die Polizei nahm damals 14 Klimaaktivisten fest. Sie ermittelt nach eigenen Angaben wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.




