Autofahrer rund um den Alexanderplatz brauchen weiterhin starke Nerven. Der beschädigte Tunnel an der Grunerstraße in Berlin-Mitte bleibt deutlich länger eine Baustelle als zunächst angekündigt.
Arbeiten dauern bis April
Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale Berlin werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis Ende April andauern. Das teilte die Behörde beim Kurznachrichtendienst Bluesky mit.
Immerhin gibt es eine kleine Entlastung: Seit Donnerstagmittag ist der linke Fahrstreifen wieder in beide Richtungen befahrbar. Allerdings gilt im Tunnel Schritttempo, maximal zehn Kilometer pro Stunde sind erlaubt. Die Verkehrsinformationszentrale bittet Autofahrer um besondere Vorsicht. Am Mittwoch war die wichtige Verbindung in Berlin-Mitte zunächst komplett gesperrt worden.

Schäden schlimmer als gedacht
Eigentlich sollten die Fahrspuren nur am Mittwochvormittag zwischen 9 und 12 Uhr abwechselnd dichtgemacht werden, um Reparaturen an den Tunnelröhren vorzunehmen. Doch bei den Arbeiten wurden gravierendere Schäden entdeckt, wie die „Berliner Morgenpost“ berichtet. Der ursprüngliche Zeitplan war damit hinfällig.
Ursache der Verzögerung seien laut Verkehrsverwaltung witterungsbedingte Schäden an den Entwässerungsrinnen. Gegenüber der Berliner Morgenpost erklärte ein Sprecher, dass die Gitterroste der Rinnen komplett ausgetauscht werden müssen. Wie lange die Arbeiten tatsächlich dauern, hänge auch von der „Verfügbarkeit der einzubauenden Rinnenformteile“ ab. Die Freigabe könne sich über mehrere Wochen ziehen.


