Rekordversuch

Berliner Muskelmann will Lkw-Rekord knacken

Felix Zappe will als erster Mensch der Welt eine Stunde lang einen tonnenschweren Lastwagen ziehen.

Author - Stefan Doerr
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Felix Zappe zieht bei der Österreichischen Meisterschaft Höpperger Truckpull Challenge einen Lkw.
Felix Zappe zieht bei der Österreichischen Meisterschaft Höpperger Truckpull Challenge einen Lkw.Florian Walder Photography/mehnert/paris GmbH/dpa

Es ist ein Duell Mensch gegen Maschine! Und die Maschine wiegt mehrere Tonnen. Wenn am Samstag in Linthe ein Lastkraftwagen ins Rollen kommt, dann nicht wegen eines Motors, sondern wegen des Berliners Felix Zappe (35). Er will den Koloss eine ganze Stunde lang ausschließlich mit Muskelkraft ziehen. Ein Rekordversuch, der selbst hartgesottene Strongman-Fans staunen lässt.

Berliner Athlet bewegte schon Züge

Felix Zappe hat bereits Züge, Lastwagen und Autos aus eigener Kraft bewegt. Nun nimmt sich der Berliner Strongman-Athlet die nächste Extremleistung vor: Der 35-Jährige will einen Lastkraftwagen eine volle Stunde lang ausschließlich mit Muskelkraft ziehen. Mindestens 750 Meter sollen dabei zusammenkommen, teilten die Veranstalter mit.

Der Rekordversuch ist für Samstag, 28. Februar, auf einem Streckenabschnitt des ADAC-Fahrsicherheitszentrum Linthe geplant. Die Aktion gehört zur Strongman-Disziplin des sogenannten Truck Pull. Dabei werden tonnenschwere Fahrzeuge (von Lkw über Traktoren bis hin zu Zügen oder sogar Flugzeugen) allein durch Körperkraft in Bewegung gesetzt.

Zappe wiegt selbst 110 Kilogramm

Schritt für Schritt gegen mehrere Tonnen Stahl. Schon das Anrollen gilt als schwierigster Moment, denn die Massenträgheit des Fahrzeugs kennt kein Erbarmen.

Zappe, gebürtig aus Brandenburg, lebt heute in Berlin. Er bringt selbst rund 110 Kilogramm auf die Waage und arbeitet hauptberuflich als Unternehmensentwickler. Für Zuschauer sei das Ziehen eines Lkw wohl eine der spektakulärsten Disziplinen im Kraftsport, sagt er.

Gar nicht so schwer, wie es aussieht?

„Gleichzeitig ist es überhaupt nicht so schwer, wie es den Anschein hat.“ Man nutze dabei gezielt physikalische Effekte. „Daher will ich mit meiner Aktion verdeutlichen: Wenn ich es schaffe, einen Lkw für eine Stunde zu ziehen, können sich ganz regulär trainierte Leute ruhig einmal die reguläre Wettkampf-Distanz von 20 Metern zutrauen“, so Zappe.

Sollte der Berliner durchhalten, hätte er nicht nur einen persönlichen Triumph errungen, sondern auch einen Eintrag in die Rekordlisten sicher.

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