Howoge vermietet

Kaltmieten ab 224 Euro: Das kosten in Berlin die neuen Preiswert-Wohnungen am Wasser

An der Havel werden jetzt preisgünstige Wohnungen vermietet. Wer sich bewerben kann, welche Wohnungen frei sind und worauf Sie achten müssen.

Author - Stefan Henseke
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Eines der neuen roten Häuser der Howoge (Streitstraße 5)  liegt direkt am Nordhafen in Spandau.
Eines der neuen roten Häuser der Howoge (Streitstraße 5) liegt direkt am Nordhafen in Spandau.PORR

Bezahlbare Wohnungen sind in Berlin rar – erst recht in Wassernähe. An der Havel aber kann man Naturidylle und preiswertes Wohnen miteinander verbinden. Die Howoge hat dort 231 neue Wohnungen gebaut, die mit WBS vermietet werden. Die ersten Mieter sind bereits eingezogen, zehn Wohnungen sind gerade in der Vermietung. Das billigste Angebot: 32 Quadratmeter für 224 Euro kalt. KURIER zeigt, wie hoch die Mieten sind, wer Anspruch hat und was das neue Quartier bietet.

231 neue Wohnungen an der Havel – erste Mieter bereits eingezogen

Im Mai wurden die 231 neuen mietpreisgebundenen Wohnungen von der Porr Hochbau Region Ost offiziell an die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Howoge übergeben. Im Spandauer Ortsteil Hakenfelde, nur wenige Meter vom Nordhafen Spandau und von der Havelspitze entfernt.

„Als Teil eines modernen Stadtquartiers direkt an der Havel steht das Projekt für mehr als Wohnen: für Lebensqualität, Gemeinschaft und eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung“, heißt es in einer Mitteilung der Baufirma. Die ersten Bewohner sind bereits eingezogen, weitere Wohnungen befinden sich jetzt in der Vermietung.

Entstanden sind die Neubauten im neuen Havelufer-Quartier an der Marius-Carpentier-Straße 14 und 16 sowie an der Streitstraße 5. Besonders ins Auge fallen die kräftig roten Fassaden. Insgesamt wurden zwei siebenstöckige Häuser mit 191 Wohnungen sowie ein weiteres Gebäude mit 40 Wohnungen errichtet. Von dort reicht der Blick direkt aufs Wasser am Nordhafen.

So wohnen die neuen Mieter an der Havel

Die Neubauten wurden als sogenannte Nur-Strom-Häuser errichtet und kommen vollständig ohne fossile Energieträger aus. Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern erzeugen einen Großteil des benötigten Stroms. Ergänzend wird zertifizierter Grünstrom aus dem öffentlichen Netz bezogen.

Die Wärmeversorgung übernehmen Luft-Wasser-Wärmepumpen auf den Dächern, das Warmwasser wird dezentral über elektrische Durchlauferhitzer bereitgestellt.

In roter Signalfarbe: So sehen die neuen Häuser der Howoge in der Marius-Carpentier-Straße in Berlin-Spandau aus.
In roter Signalfarbe: So sehen die neuen Häuser der Howoge in der Marius-Carpentier-Straße in Berlin-Spandau aus.Harry Schnittger/Howoge

Jede Wohnung verfügt über moderne, energieeffiziente Haustechnik. Mehr als 400 Fahrradstellplätze, ein großer Spielplatz und  gemeinschaftliche Außenbereiche gehören ebenfalls zum Quartier

Bus vor der Haustür, S- und U-Bahn in der Nähe

Direkt vor der Haustür liegen die Havel und der Maselakepark mit seinen Grünflächen und Uferwegen. Über die Buslinien 136 und M36 (Haltestellen Amorbacher Weg und Goltzstraße/Rauchstraße) besteht Anschluss an den Bahnhof Berlin-Spandau, dort verkehren S- und U-Bahn (S3, S9 und U7) sowie Regional- und Fernverkehr.

Der Hauptbahnhof und der Kudamm sind in gut einer halben Stunde erreichbar, der Alexanderplatz ist circa 40 bis 50 Minuten entfernt – abhängig von Verbindung und Umstiegszeiten.

Havelufer-Quartier: Kaltmiete startet bei 224 Euro

Die Mieten, die die Howoge dort verlangt, fallen im überhitzten Berliner Mietmarkt auf. Mit einer Kaltmiete von 224 Euro dürfte die derzeit angebotene 32 Quadratmeter große Ein-Zimmer-Wohnung (WBS 100–140 mit besonderem Wohnbedarf) berlinweit das preiswerteste Angebot sein. Hinzu kommen 128 Euro Betriebskosten, sodass die Warmmiete bei 352 Euro liegt.

Idyllisch am Wasser gelegen: Im Havelufer-Quartier rings um den Maselakepark in Berlin-Spandau wurden in den letzten Jahren mehrere neue Wohnblöcke hochgezogen.
Idyllisch am Wasser gelegen: Im Havelufer-Quartier rings um den Maselakepark in Berlin-Spandau wurden in den letzten Jahren mehrere neue Wohnblöcke hochgezogen.Schoening via www.imago-images.de

Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung: ein Wohnberechtigungsschein (WBS), da alle Wohnungen öffentlich gefördert sind. Angeboten werden Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen. Rund die Hälfte der Wohnungen wurde barrierefrei gebaut.

Havelufer-Quartier: Diese Wohnungen hat die Howoge im Angebot

Der Wohnungsmix in den drei Neubauten mit sechs beziehungsweise sieben Geschossen und insgesamt 231 Wohnungen reicht von kompakten Ein‑Zimmer-Wohnungen bis zu großen Vier‑Zimmer-Einheiten und ist ausgelegt für Singles, Familien, Senioren sowie Studierende. 

Insgesamt zehn Wohnungen befinden sich derzeit bei der Howoge in der Vermietung. Das sind neben der Ein-Zimmer-Wohnung sechs Wohnungen mit zwei Zimmern, zwei Drei-Zimmer-Wohnungen und eine Vier-Zimmer-Wohnung. Die Warmmieten für zwei Zimmer beginnen bei 451 Euro (41 Quadratmeter, WBS 100–140). Die größte Zwei-Zimmer-Wohnung (57 Quadratmeter) kostet warm 627 Euro.

Mehr für Familien geeignet: die etwas größeren Drei-Zimmer-Wohnungen ab 69 Quadratmetern (759 Euro warm) und die Vier-Zimmer-Wohnung (80 Quadratmeter, 880 Euro). Bezugsfertig: ab sofort.

So kommen Sie an einen Wohnberechtigungschein

Wer sich für die neuen Wohnungen interessiert, braucht einen gültigen Wohnberechtigungsschein (WBS). Der Antrag kann online beim Bezirk gestellt werden, in dem der Antragsteller seinen Hauptwohnsitz hat.

In Berlin gibt es vier Stufen von Wohnberechtigungsscheinen: WBS 140, WBS 160, WBS 180 und WBS 220. Welche Stufe infrage kommt, richtet sich nach dem jährlichen Haushaltseinkommen.

Für einen WBS 220 darf das Jahreseinkommen bei einem Einpersonenhaushalt höchstens 26.400 Euro, bei zwei Personen 39.600 Euro betragen. Für jede weitere Person im Haushalt erhöht sich die Grenze um 9020 Euro, für jedes Kind zusätzlich um 1100 Euro.

Beim WBS 140 liegen die Einkommensgrenzen bei 16.800 Euro für eine Person und 25.200 Euro für zwei Personen. Beim WBS 160 sind es 19.200 Euro beziehungsweise 28.800 Euro, beim WBS 180 21.600 Euro beziehungsweise 32.400 Euro.

Ein Wohnberechtigungsschein ist in der Regel ein Jahr gültig. Ob die eigenen Einkünfte für einen WBS ausreichen und welche Einkommensstufe gilt, können Berliner über die Wohnberechtigungsschein-Abfrage des Landes Berlin prüfen.