Die 1. FC Union hat die Generalprobe für die Champions League verpatzt, 1:2 in Wolfsburg verloren. Trainer Urs Fischer verteilte Lob und Tadel an die Spieler: „Für uns fühlt sich das wie eine unnötige Niederlage an. Ich will es mal so beschreiben. Die Mannschaft hat während der 90 Minuten vieles sehr richtig gemacht, aber einen Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen. Wenn du so viele Möglichkeiten hast, musst du effizienter sein. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“
Er haderte mehr mit der schlechten Chancenausbeutung als mit der Defensive, die zwei Tore zuließ. „Dann verlierst du solch ein Spiel, bei dem du phasenweise dominant aufgetreten bist. Wir sind 123,5 Kilometer gelaufen. Die Mannschaft hat wirklich alles versucht. Heute freuen wir uns nicht auf Real. Die Jungs sind genauso enttäuscht wie der Trainer. Aber irgendwann gilt es, sich auf Madrid zu konzentrieren“, sagt Fischer. Ja, ab Sonntag gilt der Blick nach vorn zum Spiel des Jahres im Bernabeu-Stadion bei Real Madrid.
Der Präzisionstrainer aus der Schweiz feilt im Kopf an dem ultimativen Kick in Madrid und sagt nach der Pleite in Wolfsburg: „Ja, ich glaube schon, dass wir versucht haben, spielerische Lösungen zu finden. Das wirst du in Madrid auch brauchen. Wenn du Ballgewinn hast, aus dem Druck heraus spielerisch es zu lösen. Bälle nur einfach hinten raus hauen? Da bekommst du Schwierigkeiten.“
Doekhi: „Nein, Madrid hatten wir nicht in den Köpfen“
Verteidiger Danilho Doekhi stimmte dem Coach zu: „Wir hatten heute genug Chancen, um ein Tor zu erzielen. Die zwei Tore haben wir ihnen geschenkt, wobei der zweite Treffer auch ein schöner Schuss war. Insgesamt hätten wir mehr verdient. Das Spiel am Mittwoch in Madrid war heute noch nicht in unseren Köpfen, weil wir bei der Philosophie bleiben, von Spiel zu Spiel zu denken. Trotzdem, gegen Madrid werden wir nicht so viele Torchancen bekommen, dort wird die Effizienz umso wichtiger sein.“



