Früh angegriffen und früh verloren! Der 1. FC Union kassiert nach der 0:3-Heimpleite gegen RB Leipzig vor zwei Wochen die zweite Niederlage in Folge. 1:2 (1:2) verlieren die Eisernen beim VfL Wolfsburg. Die Generalprobe für den Champions-League-Hammer am Mittwoch bei Real Madrid ging nach hinten los.
„Wir haben zumindest versucht, die Mannschaft so vorzubereiten, dass sie ihren Fokus auf das Spiel in Wolfsburg behält“, hatte Trainer Urs Fischer am Donnerstag gesagt. Nicht nur das. Der Schweizer Coach hatte seine Jungs richtig heiß vor dem Anpfiff beim VfL gemacht.
Die Köpenicker legten ein wahres Pressing-Feuerwerk in den ersten zehn Minuten hin. Die Wölfe wussten erstmal gar nicht, wer sie da jagt. VfL-Coach Niko Kovac gestikulierte wild und schrie seine Spieler an. Schon in der 1. Minute traf Janik Haberer im Strafraum-Gewühl mit dem Knie den Ball und der knallte gegen die Latte des Wolfsburger Tores. Es folgten zwei weitere Torchancen für David Fofana (2./10.).
Aber dann traf der Gastgeber aus der VW-Stadt. Stürmer Kevin Behrens verlor in der eigenen Hälfte den Ball an Moritz Jenz, blitzschneller Konter. VfL-Stürmer Jonas Wind und Lovro Majer mit Doppelpass und Wind schob danach locker zum 1:0 (12.) ein.
Unions Gosens trifft zum 1:1

Geschockt waren die Unioner deswegen nicht, sie machten weiter Druck und Robin Gosens nickte nach wunderschöner Flanke durch Aissa Laidouni zum 1:1 (28.). Alles wieder in Ordnung? Nein! Nur zwei Minuten später boxte Unions Keeper Frederik Rönnow eine Ecke direkt vor die Füße des Wolfsburgers Joakim Maehle, der völlig frei an der Strafraumgrenze stand. Der Däne nahm Maß und traf zum 2:1 (30.).
Tousart feiert Union-Debüt

Mit dem Rückstand ging es in die Pause. Und mit dem Wiederanpfiff gaben die Eisernen auch die Vollgas. Doch die Wolfsburger hatten sich in ihrer Defensive gut formiert. Union-Coach Fischer ist das alles nicht genug. In der 61. Minute kam der Doppelwechsel. Ex-Herthaner Lucas Tousart kam für Laidouni und feiert nach einer Oberschenkelverletzung sein Bundesliga-Debüt für die Eisernen. Und auch der wieder genesene Sheraldo Becker durfte für Fofana ran.




