Schon wenige Wochen nach seinem Abschied aus der Schweiz dürfte Union-Trainer Mauro Lustrinelli aus Köpenick ganz genau hingeschaut haben. Sein Herzensklub FC Thun kämpfte um den Traum von der Champions League – und der platzte am Dienstagabend nach einem 2:3 nach Verlängerung im Qualifikations-Rückspiel bei Dinamo Zagreb.
1. FC Union seit Montag wieder im Training
Ausgerechnet Lustrinelli hatte den Schweizer Sensationsmeister in der vergangenen Saison überhaupt erst in diese Position gebracht. Nun aber verfolgt der 49-Jährige das Geschehen nur noch aus der Ferne. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt inzwischen dem 1. FC Union Berlin.
Seit Montag steht der Trainer nach der freien Woche mit den Eisernen in Köpenick wieder auf dem Trainingsplatz. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bis zum Bundesliga-Start am 29. August gegen Eintracht Frankfurt will Lustrinelli seiner Mannschaft seine Spielidee einimpfen. Deshalb hat es die zweite Phase der Vorbereitung in sich: fünf Trainingstage, dazu am Wochenende gleich zwei Härtetests.
Am Sonnabend (14 Uhr) wartet bei der SG Dynamo Dresden der bislang wohl anspruchsvollste Gegner der Vorbereitung. Für den Zweitligisten ist es die Generalprobe vor dem Ligastart – entsprechend ernst wird die Partie genommen werden. Anders als zuletzt gegen unterklassige Kontrahenten dürfte Union deshalb mit einer deutlich schlagkräftigeren Elf antreten.
Mit dabei ist nun auch wieder Vizekapitän Rani Khedira. Der WM-Teilnehmer ist nach seinem Sonderurlaub ins Mannschaftstraining zurückgekehrt und erweitert Lustrinellis Optionen im zentralen Mittelfeld. „Wie bereits in den bisherigen Partien wollen wir die Abläufe weiter festigen, als Team zusammenwachsen und jedem Spieler wichtige Einsatzminuten ermöglichen. Der Fokus liegt dabei klar auf der Weiterentwicklung der Mannschaft“, sagte Lustrinelli vor dem Duell in Dresden.

