Endlich wieder Stadionluft! Der 1. FC Union Berlin bat am Sonntag zum ersten Heim-Test der neuen Saison. 8825 Fans in der Alten Försterei erlebten gegen den italienischen Erstligisten Cagliari Calcio eine irre Schlussphase: Dank Youngster Ilyas Ansah holten die Eisernen nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2!
Burcu will überzeugen
Einen Tag nach der mageren 1:2-Pleite gegen Dynamo Dresden schickte Trainer Adriano Lustrinelli eine komplett rotierte Elf auf den Rasen. Kein einziger Startelf-Spieler vom Vortag stand in der Anfangsformation.
Und die B-Elf legte schwungvoll los: Kapitän Christopher Trimmel wirbelte über rechts, Janik Haberer und Livan Burcu suchten die ersten Abschlüsse.
Burcu zeigte sich überhaupt sehr spielfreudig, forderte die Bälle und bot Kunststücke mit dem Ball. Seine beste Szene: Ein Freistoß aus 20 Metern, der nur hauchdünn am Gästetor vorbeistrich.
Schlafwagen-Fußball und nackte Oberkörper
Danach flachte die Partie komplett ab. Und Cagliari? Die Gäste boten wenig an. Einziges Highlight der ersten Hälfte für die Italiener: Rund 20 mitgereiste Gästefans, die trotz mildem Wetter oben ohne im Gästeblock für Stimmung sorgten.
Der zweite Durchgang aber begann mit einer kalten Dusche für Union. Nicht einmal drei Minuten waren gespielt, da pennte die rot-weiße Hintermannschaft nach einem gegnerischen Einwurf komplett.

Sliskovic und Oluwaseun Ogbemudia waren sich uneins, Cagliaris Yael Trepy profitierte vom Patzer und chippte den Ball lässig über den herausstürzenden Fritz Gagzow zum 0:1 ins Netz (49.).
Abwehr-Blackout und der furiose Schlussspurt
Und dann kam es noch dicker für die Eisernen! In der 67. Minute spazierte Paul Mendy durch die Union-Defensive. Gleich vier Berliner schauten nur zu, statt den Stürmer zu attackieren. Mendy zog ab, Gagzow war zwar noch dran, konnte den Einschlag zum 0:2 aber nicht verhindern.
Mauro Lustrinelli reagierte sofort und wechselte fast die komplette Mannschaft aus. Die A-Elf vom Dresden-Spiel übernahm das Kommando – und leitete die furiose Aufholjagd ein!
Auf einmal Attacke
85. Minute: Einwurf von Tom Rothe, Leopold Querfeld verlängerte per Kopf, und Joker Ilyas Ansah köpfte zum 1:2-Anschlusstreffer ein. Die Alte Försterei erwachte schlagartig zum Leben!
90.+1 Minute: Woo-yeong Jeong brachte eine Ecke maßgenau herein, und wieder stand Ansah goldrichtig – 2:2 per Kopf! Der Rote-Mitten-Jubel brannte!


