Der 1. FC Union stößt mit den Nationalspielern Robin Gosens (29) und Kevin Volland (31) in eine neue Transferdimension vor. Es wird sich einiges beim sensationellen Champions-League-Klub aus Köpenick ändern, doch abheben will keiner. Nein, beim 1. FC Union kümmert man sich um die ganz normalen, irdischen Alltagsprobleme. Und da gibt es eines durch die Verpflichtung der beiden Superstars im Kader. Union hat jetzt den doppelten Robin und den doppelten Kevin.
Denn neben den Neuverpflichtung gibt es ja noch Robin Knoche (31), der wie Gosens in der Abwehr spielt, und Kevin Behrens (32), der wie Volland Stürmer ist. Nicht so schlimm? Doch, doch! Da kann es beim Training und auch beim Spiel zu mancher Verwirrung kommen, wenn Trainer Urs Fischer Robin oder Kevin ruft. Fischer sagt es ganz offen: „Da brauchen wir eine Lösung. Aber erstmal ist jetzt das Heimspiel gegen Mainz am Sonntag im Fokus. Nächste Woche werden wir darüber beraten.“
„Gosi“ oder „Bone“

Ja, es müssen Spitznamen für zwei der vier Spieler her, damit es keine Missverständnisse gibt, wenn Fischer ruft. Haben die Spieler vielleicht schon einen? Robin Gosens wurde bei der Nationalelf von Thomas Müller in Robin „Goalsens“ umgetauft. Er wird dort aber auch „Gosi“ genannt. Sein Namensvetter Robin Knoche lehnte schon mal im Interview den Spitznamen „Bone“ (englisch: Knochen) ab. Das war ihm zu simpel. Da will er lieber etwas anspruchsvolleres. Seine Umbennung wäre ein harter Knochen...
„Ente“ oder „Thor“

Etwas einfacher verhält es sich bei Kevin Volland, der wird seit Jahren „Ente“ genannt. Nicht weil er so viel schnattert, sondern wegen seines auffällig großen Gesäßes. „Ja, vielleicht kommt's von meinem dicken Hintern. Leichtes Hohlkreuz und ein dicker Hintern - und schon hast du in der Jugend den Namen“, nimmt Volland seinen Spitznamen nicht so tierisch ernst. Kevin Behrens wurde früher wegen seiner langen Haare und seiner Statur „Thor“ nach dem nordischen Gott des Donners genannt. Tore soll er ja auch schießen...
Also Möglichkeiten gibt es. Da aber Fischer ein eher zurückhaltender, vornehmer Mensch, für den Regeln genau abgesprochen werden müssen, ist, verzichtet er in den ersten Tagen auf joviale Kumpelspitznamen. Das muss gemeinsam festgelegt werden. Die Tendenz ist aber klar: Gosens und Volland sind neu im Team, sie bekommen wohl einen Zweitnamen verpasst. „Gosi“ und „Ente“ könnte demnächst auf dem Trainingsplatz öfter zu hören sein.




