Kaum da, hat sich Robin Gosens (29) schon total verliebt in den 1. FC Union. Der Nationalspieler, dessen Verpflichtung die Eisernen am Dienstag offiziell gemacht hatten, brennt nach nur ein paar Trainingseinheiten richtig auf sein Debüt am Sonntag gegen Mainz 05 (15.30 Uhr, Alte Försterei). Es wird nicht nur seine Premiere in Köpenick, sondern in der Bundesliga überhaupt.
Gosens, geboren in Emmerich am Rhein, fühlt sich in Köpenick schon total heimisch, wie er dem Bezahl-TV-Sender Sky verriet: „In meiner Heimat sagt man immer: Das passt wie Arsch auf Eimer. Diese Redewendung kann man in meinem Fall gut anwenden. Die Werte und Normen, für die Union steht, passen sehr gut zu mir und meinem Werdegang: alles sich hart erarbeiten, nichts geschenkt bekommen und den nicht geradlinigen Weg gehen. Das passt sehr gut zu dem, was Union hier die letzten Jahre abgerissen hat. Das passt zu meinem Karriereweg.“
Unions Rekordtransfer will Anführer sein
Wäre das schon mal geklärt, damit steht einer längeren und erfolgreichen Karriere ja nichts im Weg. Dass der Mann für die linke Außenbahn mit 15 Mio. Euro plus Boni an Inter Mailand der eiserne Rekordtransfer ist, damit setzt sich Gosens nicht unter Druck. Es ist für ihn auch ein Ansporn: „Klar hört man das Wort Rekordtransfer. Das macht was mit einem, ich bin auch nicht eiskalt und lasse das an mir abtropfen. Ich fühle mich bereit, als Leader voranzugehen.“
Weil Robin nach der Jugend beim 1. FC Bocholt und beim VfL Rhede nach Holland (Arnheim, Almelo) und von da nach Italien (Bergamo, Inter) wechselte, gibt es das Kuriosum, dass er inzwischen zwar 16 Länderspiele, aber keine Partie in der Bundesliga auf dem Buckel hat. Dass er nun in die höchste Liga seiner Heimat gewechselt ist, hat auch mit der Nationalmannschaft und Bundestrainer Hansi Flick (58) zu tun.
Gosens tauschte sich mit Hansi Flick aus



