Schwere Zeiten für den 1. FC Union. Das 0:1 in Heidenheim ist die fünfte Pflichtspielpleite in Folge. Und am Dienstag steht Spiel 2 in der Champions League im Olympiastadion gegen Sporting Braga an. Au, Backe, Union verlängert die Ergebnisdelle.
Ohne Aktionismus und mit ganz viel Ruhe brachte Urs Fischer seine Eisernen nach der Nichtleistung in Halbzeit eins vom 0:2 gegen Hoffenheim wieder auf Kurs. Ganze Arbeit leistete der Schweizer. Die Unioner treten beim Aufsteiger auf, wie ein Favorit spielen muss. Bessere Spielanlage, selbstbewusstere Spieler, bessere Chancen. Die auf drei Positionen veränderte eiserne Elf (Christopher Trimmel für Josip Juranovic, David Fofana für Brenden Aaronson und Alex Kral für Janik Haberer) lässt keinen Zweifel am Auftrag: Pleitenserie beenden.
Union versiebt vor der Pause unfassbar viele Chancen
Und, was hätte es für ein Befreiungsschlag werden können. Dreimal Kevin Behrens (5., 34., 44.), Sheraldo Becker (9.), David Fofana (15.) und Kral (37.) versieben Chancen für drei Spiele. Dabei brauchte Union doch nur dieses eine Tor. Diesen einen Treffer, der die Blockade lösen kann.
In der Kabine muss Urs Fischer diesmal nicht wieder laut werden. Bis auf die fehlende Effizienz im Abschluss hatten seine Spieler ganz viel richtig gemacht. Und eine Halbzeit ist ja auch noch Zeit.
Die Partie geht so weiter wie in Durchgang eins. Doch ein Freistoß verändert dann alles. Heidenheims Jan-Niklas Beste zirkelt die Kugel mit links an die Unterkante der Latte, von dort springt die Kugel in den Winkel (59.). Da war nichts zu halten. Wieder liegt Union hinten und muss nun hochschalten. Die Eisernen tun es kontrolliert, selbstsicher. Und dann schaut das Glück ganz kurz vorbei. Schiedsrichter Sascha Stegemann sieht ein Handspiel der Heidenheimer im Strafraum, pfeift Elfmeter (64.). Doch der Videoschiedsrichter mischt sich ein, eine Minute später ist die Ausgleichschance weg.

