Eiserne Tränen

1. FC Union trauert um Vereinslegende Günter Mielis

Über Jahrzehnte prägte die Vereinslegende die Eisernen mit. Nun starb er im stolzen Alter von 98 Jahren.

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Die Eisernen verloren am Freitag ein Urgestein. Günter Mielis prägte den 1. FC Union über Jahrzehnte.
Die Eisernen verloren am Freitag ein Urgestein. Günter Mielis prägte den 1. FC Union über Jahrzehnte.Matthias Koch/Imago

Der 1. FC Union Berlin trauert um einen der Gründerväter des Vereins. Am Freitag starb Ehrenpräsident Günter Mielis, wie der Fußball-Bundesligist unter Berufung auf die Familie bekannt gab. Mielis wurde 98 Jahre alt.

„Mit Günter verliert unser Club eine Persönlichkeit und einen großen Unioner, der wie kein anderer die Geschichte unseres Vereins über viele Jahrzehnte geprägt hat“, erklärte Union-Präsident Dirk Zingler auf der Club-Homepage: „Ich persönlich verliere einen Freund und Mentor, der in den letzten 20 Jahren ein wichtiger Gesprächspartner und ein großes Vorbild für mich war.“

Günter Mielis hatte großen Anteil an der Gründung des 1. FC Union

Als Jugendlicher lief Mielis ab 1936 für den SC Union Oberschöneweide auf. 30 Jahre später habe er großen Anteil daran gehabt, dass Union im Osten der geteilten Stadt Berlin wieder auf die Fußballbühne zurückgekehrt sei, schrieben die Eisernen. Mielis hatte großen Anteil an der Gründung des Klubs im Jahr 1966.

Von 1975 bis 1982 war Mielis Vorsitzender des Vereins. Von 1990 bis 1993 war er erneut im Präsidium und leitete es 1993 für einige Monate kommissarisch. Danach gehörte Mielis zum Ehrenrat an, bis 2005 war er dessen Vorsitzender. Bis zuletzt stand er dem Verein als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite. Den Aufschwung der Eisernen in den vergangenen Jahren erlebte Mielis laut Vereinsmitteilung mit „Stolz und Freude“.