Oktoberfest 2018: Ich bin zu dieser Zeit noch bei einem anderen Medium tätig und plane ein unterhaltsames Live-Video auf Instagram mit Moderator Jochen Schropp.
Mit Jochen Schropp auf dem Oktoberfest in München
Wir kennen uns schon länger von Red Carpets und Interviews. Das Video soll aber dieses Mal kein normales Gespräch beinhalten. Irgendwas Lustiges und Ungewöhnliches soll es sein, schließlich sind wir ja auf der Wiesn. Im Festzelt sitzen, eine Maß trinken und zu „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ schunkeln, das kommt für mich aber nicht in Frage und finde ich auch zu langweilig.
Vielleicht in die Wilde Maus gehen?“, schlage ich Jochen vor. „Ach, wenn wir das schon machen, dann muss es auch was Krasses sein … In den Turm da?“, sagt Jochen und zeigt auf den Free Fall Tower. „Ja, super Idee!“, höre ich mich sagen und schon bin ich bei der Kasse, um uns zwei Tickets zu besorgen. Kurze Zeit später sitzen wir bereits auf unseren Plätzen, die Schlange war nicht lang – zum Glück, sonst hätte ich mir die ganze Aktion vielleicht wieder anders überlegt.
Die Bügel fahren runter und rasten ein, gleich geht es los. Doch Moment mal, ich muss ja das Handy für das Live-Video in der Hand halten. „Kannst du das machen?“, frage ich Jochen und plötzlich passiert es: Absolute Panik! Was habe ich mir denn bitte dabei gedacht? Die Wilde Maus wäre für mich ja schon eine kleine Überwindung gewesen, aber ein Free Fall Tower mit 80 Metern freier Fall? Das habe ich zuletzt als Teenie gemacht und schon damals habe ich mir die Seele aus dem Leib geschrien. Aber umso älter ich werde, umso unvorstellbarer ist es für mich, dass ich bei solch einem Turm vor Angst nicht in Ohnmacht falle.
„Äh, Jochen, ich glaub, ich kann das nicht …“, stammle ich. Doch zu spät. „Oh, du hast wirklich Angst, oder?“, sagt Jochen noch, als er mein bleiches Gesicht und meine zitternden Hände sieht und nimmt das Handy in die Hand. Der Tower setzt sich in Bewegung, Jochen drückt auf „Aufnahme“. Den Rest habe ich nur noch in vager Erinnerung.

Nie wieder Free Fall Tower!
Fazit: Ich habe diese Fahrt überlebt und die Zuschauer hatten ihren Spaß – auch deswegen, weil ich echt gelitten und wie am Spieß gekreischt habe, weil ich – und ich übertreibe nicht – wirklich für ein paar Sekunden Todesangst hatte. Jochen Schropp konnte mich mit seiner herzlichen und behutsamen Art aber ein bisschen beruhigen.




