Da ist schon wieder eines dieser köstlichen Rezepte, die über die Großeltern-Generation auch in unsere breiten gebracht wurde. Hat Ihre Oma auch Kulajda gemacht? Oder kennen Sie die Spezialität aus der böhmischen Küche etwa gar nicht? Dann sollten Sie diese Herbstsuppe unbedingt mal probieren!
Kulajda ist ein Klassiker in Tschechien. Bei uns wird sie auch „Isersauersuppe“ oder noch komplizierter „Riesengebirgssauersuppe“ genannt. Die dicke Suppe besteht aus Kartoffeln, Sahne, Waldpilzen und Ei (hart gekocht oder pochiert). Klassisch wird sie mit Dill gewürzt.
Im Osten Europas hat wohl jede Familie ihr eigenes Rezept für die Kulajda. Unsere Variante der süß-sauren Pilz-Kartoffelsuppe haben wir einem DDR-Rezeptbuch einer ehemals böhmischen Oma entnommen. Viele originaler geht es wohl nicht.
Diese Suppe kann mit Brot serviert werden - und eignet sich auch als Hauptgericht.

- 500 Gramm Pilze
- 1 Zwiebel
- 2 Zehen Knoblauch
- 4 mittelgroße Kartoffeln (am besten mehlig kochend)
- 250 Milliliter Kochsahne
- 1 Esslöffel Mehl
- 1 Bund Dill
- Schwarzer Pfeffer
- 2 Lorbeerblätter
- 1,5 Liter Gemüsebrühe
- 1 Esslöffel Schweineschmalz (oder Pflanzenfett)
- Essig
- Kristallzucker
- Salz
- 6 Eier
Kulajda – so wird es gemacht:
Schälen Sie zunächst die Zwiebel und schneiden sie in feine Würfelchen. Auch den Knoblauch schälen und fein hacken. Die Pilze putzen und in mundgerechte Scheiben schneiden.
Jetzt geben Sie das Schmalz in einen mittelgroßen Topf und erhitzen es. Dann geben Sie die Zwiebel hinzu, die Sie zwei Minuten anbraten lassen. Dann fügen Sie zunächst den Knoblauch hinzu. Nach einer weiteren Minute kommen auch die Pilze mit Salz und Pfeffer in den Topf.
Alles wenige Minuten anbrutzeln lassen, dann mit der Brühe aufgießen. Die Kartoffeln schneiden Sie in kleine Würfel und geben sie mit den geputzten Dillstielen (im Ganzen) zu der Suppe. Jetzt lassen Sie alles köcheln, bis die Kartoffeln weich geworden sind. Dann reduzieren Sie die Hitze. Die Suppe soll nicht mehr kochen.
Anschließend nehmen Sie die Dillstiele heraus. Fügen Sie die Sahne hinzu. Mit einem kleinen Rest der Sahne vermischen Sie das Mehl in einem Becher und geben es dann ebenfalls zur Suppe. Den Dill hacken Sie sehr fein und geben nach Geschmack davon in die Suppe. Gründlich umrühren.






