Die nächste Hitzewelle rollt an und damit laufen auch Klimaanlagen wieder auf Hochtouren. Während die einen ihre Wohnung schon wieder auf 18 Grad runterkühlen, überlegen die anderen, welches Klimagerät sie sich anschaffen sollten. Doch genau hier lauert eine oft unterschätzte Gefahr. Werden die Geräte nicht regelmäßig gereinigt und gewartet, können sich darin Pilzsporen, Viren und Bakterien ansammeln. Statt für Abkühlung zu sorgen, verteilen Klimaanlagen die Keime im ganzen Raum. Darauf sollten Sie achten.
Muffiger Geruch: Diese Filter schützen vor Pilzen und Bakterien
Vor allem schlecht gewartete Anlagen können laut mehreren Studien zur echten Keimschleuder werden und das will nun wirklich niemand in seiner Wohnung haben. Die Krankheitserreger setzen sich im Inneren der Geräte fest und gelangen anschließend mit der kalten Luft in Büros, Wohnungen oder Autos. Wer dauerhaft belastete Luft einatmet, kann dadurch gesundheitliche Beschwerden entwickeln.

Ein deutliches Anzeichen für eine verschmutzte Klimaanlage ist ein unangenehmer, muffiger Geruch. Spätestens dann sollte das Gerät gründlich gereinigt oder gewartet werden. Experten empfehlen, Klimaanlagen in Wohnungen und Büros etwa einmal pro Jahr warten zu lassen. Bei Autos sollte die Anlage regelmäßig zusammen mit dem Pollenfilter überprüft werden.
Auch die Reinigung zwischendurch hilft. Staub und Schmutz lassen sich oft schon mit einem Staubsauger oder einem Tuch entfernen. Vor allem nach längeren Betriebspausen – etwa vor der ersten Nutzung im Sommer – lohnt sich eine gründliche Reinigung. Dafür benötigt es auch nicht immer einen Techniker.
Klimaanlage richtig einstellen: Zu kalte Luft schwächt die Schleimhäute
Wer seine Klimaanlage nachrüstet oder ein neues Gerät kauft, sollte auf einen hochwertigen Aktivfilter achten. Solche Filter können unter anderem Pollen, Bakterien, Pilze und Schimmelsporen aus der Luft herausfiltern und so die Belastung deutlich reduzieren.
Nicht nur Keime können zum Problem werden. Ist die Klimaanlage zu kalt eingestellt, trocknet die Raumluft stärker aus. Dadurch werden Haut und Schleimhäute gereizt. Viren können dann leichter über Mund und Nase in den Körper gelangen.
Experten empfehlen deshalb, den Unterschied zwischen Außen- und Raumtemperatur möglichst gering zu halten. Mehr als sechs bis sieben Grad Differenz sollten es nicht sein. Außerdem sollte der Luftstrom nie direkt auf Kopf, Nacken oder andere unbedeckte Körperstellen gerichtet werden. Besser ist es, die Lamellen so einzustellen, dass die kühle Luft über die Köpfe hinweg gleichmäßig im Raum verteilt wird.
Für ein angenehmes Raumklima sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Zimmerpflanzen oder ein Luftbefeuchter können dabei helfen. So trocknen die Schleimhäute weniger aus und die Raumluft bleibt angenehmer. Und: Eine höhere Luftfeuchtigkeit ist sogar gut für die Haut. Dadurch bleibt sie länger frisch und trocknet nicht aus.



