Selenskyj bestätigt Putin-Äußerungen: Allein diese Nachricht lässt aufhorchen. Es geht um die seit Monaten angekündigte Großoffensive der Ukraine, die Putin zufolge bereits seit Tagen läuft. Nun bestätigt der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj: Die Armee geht mit „Gegenoffensiv-Aktionen“ an der Front gegen die russischen Truppen vor. Beobachter sprechen von vier Front-Abschnitten, an denen Offensivaktionen der Ukraine zu beobachten seien. Dennoch bleibt unklar, ob diese Gefechte tatsächlich die lange geplante Gegenoffensive sind, oder ob diese Aktionen etwas noch Gewaltigeres vorbereiten.
Großoffensive: Selenskyj spricht von „Gegenoffensiv- und Defensiv-Aktionen“, nennt keine Einzelheiten
Selenskyj bemühte sich am Samstag in Kiew nach einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau vor Journalisten eben darum, das offen und den Gegner im Unklaren zu lassen. In der Ukraine fänden derzeit „Gegenoffensiv- und Defensiv-Aktionen“ statt, er werde dazu aber „keine Einzelheiten“ nennen, sagte Selenskyj.
Am Freitag hatte der russische Präsident Wladimir Putin gesagt, die ukrainische Gegenoffensive habe begonnen. Die russische Armee spricht bereits seit sechs Tagen von großangelegten, ukrainischen Gegenangriffen. Sowohl Putin als auch Armeevertreter erklärten aber, russische Kräfte hätten die ukrainischen Angriffe zurückgeschlagen und Kiew herbe Verluste zugefügt.
Ukrainische Gegenoffensive: Russische Troll-Accounts posten Video von angeblich zerstörtem Leopard-Panzer
Bilder von der angeblichen Zerstörung eines Leopard-Panzers durch eine Lancet-Rakete wurden überwiegend von russischen Troll-Accounts in sozialen Medien gestreut.
Lancet penetrates a leopard in the Zaporozhye direction. pic.twitter.com/NVcDAjRdYq
— ayden (@squatsons) June 10, 2023
Pro-ukrainsche Accounts wiederum bestätigten den Einsatz von Leopard-2-Panzern an der Front.
Panzer Leopard 2A6 in einer der ukrainischen Einheiten.
— Gaby 🇩🇪🇺🇦 (@Gabriel15184745) June 10, 2023
Der Morgen des 9. Juni.
Irgendwo an der Front.
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Die ukrainische Seite hat Stillschweigen über ihre Großoffensive verkündet. Am Samstag sprach Serhij Tscherewaty, Sprecher des Ostkommandos der ukrainischen Armee, von einem ukrainischen Vorrücken um 1400 Meter rund um die zerstörte Stadt Bachmut im Osten des Landes - deren Einnahme Moskau im Mai vermeldet hatte.



