Seit Mai haben wir in Deutschland das Ticket, mit dem wir für nur 49 Euro monatlich durchs ganze Land reisen können – und sogar darüber hinaus. Der Erfolg des Deutschlandtickets ist spektakulär. Allein bis Ende Juni wurde es mehr als elf Millionen Mal verkauft. Doch schon gut hundert Tage nach seiner Einführung müssen wir um die Zukunft des 49-Euro-Tickets bangen: Bei der Finanzierung liegen sich Bund und Länder in den Haaren.
Bangen um Deutschlandticket: es liegt an den Mehrkosten
Ein Ticket für den gesamten Nahverkehr in Deutschland für nur monatlich 49 Euro – dass das auf die Tasche von Bund und Ländern geht, ist klar. Bisher wird es so geregelt, dass Bund und Länder jeweils die Hälfte der Mehrkosten zahlen. So soll es eigentlich bis 2025 weitergehen. Abgedeckt sind die Kosten aber bisher nur für dieses Jahr. Der Grund? Der Bund will nicht zahlen.

Die Zukunft des Deutschlandtickets liegt in den Händen des Bundes
Die Bundesländer haben ihren Teil der Finanzierung für das Deutschlandticket bis einschließlich 2025 zugesichert. Jetzt liegt es nur noch am Bund. Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums nannte die „angespannte Haushaltslage“ als den Grund, weshalb der Bund jetzt doch keine Zusage machen könne. In einem Brief an Bundesverkehrsminister Volker Wissing warnte Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer vor einem frühzeitigen Ende des 49-Euro-Tickets.
Die Zeit für das Deutschlandticket rennt davon
Ohne die Zusicherung vonseiten des Bundes können die Verkehrsunternehmen keine Deutschlandtickets verkaufen. „Die Zukunft des Deutschlandtickets ist ungewiss, weil die Verkehrsunternehmen und -verbünde nicht wissen, ob seine Finanzierung im nächsten Jahr weitergeht,“ sagte der Vizepräsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Werner Overkamp.




