Wenn ich mittlerweile ins Ausland komme und dort Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr kaufen muss, empfinde ich das als lästig und rückständig. Es ist ein erheblicher Fortschritt, dass ich das Deutschlandticket nicht nur auf dem Weg zur Arbeit einsetzen kann. Ich fahre damit zum Flughafen BER und brauche keinen Fahrschein mehr für den Tarifbereich C.
Ich kann damit Ausflüge nach Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen-Anhalt machen und zahle keinen Cent extra. Ich kann damit in Grenzorte fahren und brauche dann nur noch ein kurzes Anschlussticket – zum Beispiel nach Stettin.
Mit dem Deutschlandticket durch jede Stadt in Deutschland fahren
In jeder Stadt in Deutschland oder auf dem Land kann ich mit dem ÖPNV fahren und die Gegend erkunden. Keinen Gedanken muss ich daran verschwenden, ob ich jetzt das richtige Ticket gelöst habe. Ganz Deutschland ist endlich ein Verkehrsverbund.
Und ich kenne auch Pendler, denen es Monatsabos von mehreren Hundert Euro ersetzt. Wer einen Schritt weiter denkt, der kann auch verstehen, dass das Deutschlandticket auch den Arbeitsmarkt fördert, denn wenn ich für das Jobticket statt 300 nur noch 49 Euro zahlen muss, werden auch weiter entfernte Jobs attraktiver.
49-Euro-Ticket - aber die ländlichen Regionen nicht vergessen
Dennoch ist auch mir bewusst, dass diese Wahl nicht jeder in Deutschland hat. Wenn auf Dörfern in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder Rheinland-Pfalz nur einmal am Tag der Bus kommt, dann nützt ein günstiges Ticket nichts. So kommt dort niemand zur Arbeit oder in die Schule.


