Zum 1. Juli 2026 wurde die Rente erhöht – viele Rentnerinnen und Rentner warteten lange auf den Tag. Und nun spüren sie es auch auf dem Konto: Der große Teil der Rentenbezieher in Deutschland sind sogenannte Nachschussrentner. Also Rentner, die die Zahlung erst zum Ende des Monats erhalten. Die erhöhte Rente landet am 31. Juli erstmals bei ihnen auf dem Konto. Wir verraten, was Sie jetzt unbedingt prüfen sollten – und wie hoch eigentlich die nächste Erhöhung bei der Rente ausfallen könnte.
Rente im Juli erhöht, jetzt ist endlich Zahltag
Lange wurde immer wieder darüber berichtet, nun kommt für die meisten Rentnerinnen und Rentner in Deutschland der Zahltag: Die gestiegene Altersrente – sie wuchs zum 1. Juli 2026 um insgesamt 4,24 Prozent – macht sich bei den meisten Rentnern in Deutschland jetzt erstmals auf dem Konto bemerkbar. Rund 21 Millionen Rentner in Deutschland profitieren laut offiziellen Zahlen von der Anpassung der Rente, einige davon haben den erhöhten Betrag sogar schon bekommen.
Der Grund: Es gibt sogenannte Vorschussrentner und Nachschussrentner. Die Vorschussrentner bekommen ihre Rente jeden Monat zum letzten Bankarbeitstag ausgezahlt, haben ihre Juli-Rente also bereits Ende Juni überwiesen bekommen. Diese Regelung wurde allerdings abgeschafft und gilt nur noch für Rentenbezieher, deren Rentenbeginn vor dem 1. April 2004 lag. Für alle, die danach in den Ruhestand gegangen sind, gibt es den neuen Zahltag erst Ende des Monats für die aktuelle Monatsrente.

Man bezeichnet diese Rentnerinnen und Rentner auch als Nachschussrentner. Weil in der Gruppe der Vorschussrentner keine neuen Personen dazukommen und die Gruppe naturgemäß in den letzten 20 Jahren geschrumpft ist, gehört der große Teil der Rentenbezieher in Deutschland aktuell zu den Nachschussrentnern. Das bedeutet: Die Rentenerhöhung wird – je nachdem, wie hoch sie bei jedem Einzelnen ausfällt – in weiten Teilen Deutschlands morgen für Freude beim Blick auf den Kontoauszug sorgen.
Was Rentner jetzt unbedingt prüfen sollten
Beim Blick auf den Kontoauszug sollte es übrigens nicht bleiben: Experten raten dazu, die neue Rente genau abzugleichen und zu prüfen, ob sie auch wirklich auf dem Konto eingegangen ist. Das lässt sich über einen Blick auf die Rentenzahlung aus dem vergangenen Monat schnell regeln – der neue Betrag müsste die Anpassung vom 1. Juli berücksichtigen.
Allerdings ist auch hier die Netto-Rente von den Abgaben jedes Einzelnen abhängig. Wenn die Abweichung auffällig ausfällt, können Rentnerinnen und Rentner ihren Rentenanpassungsbescheid unter die Lupe nehmen – und sich bei Fragen an die Deutsche Rentenversicherung wenden.

Bei der Freude über die kleine Erhöhung kommt vor allem eine Frage auf: Wird es auch im kommenden Jahr eine Rentenerhöhung geben – und wie hoch wird diese ausfallen? Das lässt sich natürlich noch nicht genau sagen. Das Finanzportal „Gegen Hartz“ berichtet aber über die Frühjahrsfinanzschätzung der Deutschen Rentenversicherung. Dort geht man von einer Rentenerhöhung von 4,4 Prozent im Juli 2027 aus. Aber Vorsicht: Das ist wirklich nur eine Schätzung.
Rente könnte im Jahr 2027 um 4,4 Prozent steigen
Der Grund: Bis zum Jahr 2031 soll das Rentenniveau bei 48 Prozent bleiben – dieser Wert beschreibt das Verhältnis der Standardrente zum aktuellen Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Die jährliche Anpassung wird immer im Frühjahr festgelegt und berechnet sich dementsprechend auch anhand von Daten zu Löhnen und Renten. Für dieses Jahr liegen diese noch nicht vor, weshalb man die genaue Erhöhung für das kommende Jahr noch nicht beziffern kann. Bei den Schätzungen geht man immer von steigenden Löhnen aus.



