Streit am Check-in

Massenschlägerei am Flughafen Nürnberg – das war’s mit dem Flug für die Prügler

Zwei Reisegruppen geraten am Check-in-Schalter aneinander. Für elf Beteiligte endet die Flugreise, bevor sie begonnen hat: Sie dürfen nicht mitfliegen.

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Warteschlange im Check-in-Bereich am Flughafen Nürnberg (Archivfoto)
Warteschlange im Check-in-Bereich am Flughafen Nürnberg (Archivfoto)Ardan Fuessmann/Imago

Bei einem Streit um die Reihenfolge in der Warteschlange am Nürnberger Flughafen flogen die Fäuste, der Zoff endete in einer Massenschlägerei. Elf Beteiligte wurden anschließend von ihrem Flug ausgeschlossen.

Zwei Reisegruppen gingen aufeinander los

Am späten Freitagabend gegen 22.30 Uhr gerieten am Check-in-Schalter zwei Gruppen mit insgesamt rund 20 Personen aneinander, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Sonntag mitteilte.

Auslöser seien „Unstimmigkeiten um den Anstellplatz“ gewesen. Zunächst blieb es beim verbalen Streit. Dann schlug ein 29-Jähriger einem 43-Jährigen ins Gesicht – daraufhin entwickelte sich eine körperliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen.

Drei Polizeieinheiten im Einsatz

Im Einsatz waren Beamte der Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen, unterstützt von Kräften der Polizeiinspektion Nürnberg-Ost und des Unterstützungskommandos (USK) Mittelfranken. Die Polizisten nahmen die Personalien mehrerer Männer und Frauen auf und sicherten Videoaufnahmen. Ein Rettungswagen war vor Ort; ins Krankenhaus musste den Angaben zufolge niemand gebracht werden.

Elf der Streithähne wurden vom Weiterflug ausgeschlossen und verpassten ihre ursprünglich geplante Maschine. Zum Ziel des Fluges und zur Fluggesellschaft machte die Polizei keine Angaben.

Weg zur Sicherheitskontrolle und zu den Wartebereichen am Airport Nürnberg
Weg zur Sicherheitskontrolle und zu den Wartebereichen am Airport NürnbergArdan Fuessmann/Imago

Grenzpolizei ermittelt

Wie schwer die Verletzungen ausfielen und wer sich in welcher Form an den Körperverletzungsdelikten beteiligte, ist nun Gegenstand der Ermittlungen der Grenzpolizeiinspektion. Offen ist auch, ob die elf Reisenden aus einer oder aus beiden Gruppen stammten und wer den Ausschluss veranlasste – die Polizei oder die Fluggesellschaft.