PET-Flaschen ungeeignet

Lego gibt seine Pläne für „Recycling-Steine“ auf

Lego stoppt seine Pläne, Bauklötzchen aus recycelten PET-Flaschen herzustellen. Jahrelange Tests brachten keinen Durchbruch.

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Vorerst keine „grünen“ Steine in Sicht: Kinder im „Legoland Discovery Centre“ Berlin.
Vorerst keine „grünen“ Steine in Sicht: Kinder im „Legoland Discovery Centre“ Berlin.Legoland Discovery Centre Berlin

Der Spielwarenkonzern aus dem dänischen Billund hat seinen Plan, Steine aus dem Material recycelter Plastikflaschen zu bauen, endgültig beerdigt. Das teilte ein Sprecher der Lego-Gruppe am Montag in Skandinavien mit. Zuvor hatte darüber die „Financial Times“ berichtet.

Die meisten Kunststoffe basieren immer noch auf Rohöl, so auch das Material für die berühmten Lego-Steine. Laut dem Lego-Sprecher gibt der Klötzchen-Konzern aber nicht seine Suche nach ölfreie Materialien für seine Produkte auf. Lego sei weiter fest entschlossen, bis 2032 Bausteine aus nachhaltigen Materialien herzustellen.

Lego hatte im Juni 2021 den Prototypen eines Bausteins präsentiert, der aus dem PET-Plastik alter Flaschen hergestellt war und welche die Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen des Unternehmens erfüllte.

Doch dieser Prototyp bleibt nun in der Schublade. Denn mehrere Extraschritte im Prozess der Produktion haben laut Lego-Angaben zur Folge, dass die CO2-Emissionen der Bausteine durch das Recycling-Material nicht geringer werden und die CO2-Bilanz des Konzerns nicht verbessern würden.

Lego sucht weiter nach Alternativen zu ölbasiertem Plastik

Recyceltes PET sei nur eines von Hunderten verschiedener nachhaltiger Materialien, die Lego bereits getestet habe, hieß es nun aus Billund. Derzeit testet und entwickelt der Konzern auch eine Reihe alternativer Materialien, darunter andere wieder verwertbare Kunststoffe und auch solche aus anderem Material wie etwa E-Methanol.

Lego will nach eigenen Angaben bis 2025 mehr als 1,2 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro) in Initiativen zur Nachhaltigkeit investieren.