Es ist das Thema bei Hertha BSC: Was passiert mit Torwart Marius Gersbeck (28) nach der Prügelnacht im österreichischen Trainingscamp? Der Keeper, der einen 22-jährigen Mann so schlug, dass er ins Krankenhaus musste, wurde vom Klub vorerst suspendiert. Die Ermittlungen laufen.
Soll Gersbeck fristlos gefeuert werden oder vom Klub trotz schwerster Verfehlungen begnadigt werden? Die Union-Ikone und jetziger Sky-Experte Torsten Mattuschka (42) hat seine Meinung zum Fall Gersbeck und die überrascht vielleicht viele. Tusche sagt, dass Gersbeck eine zweite Chance verdient hätte.

Mattuschka interviewte für Sky Herthas Präsidenten Kay Bernstein (42) im Amateurstadion auf dem Olympiagelände. Ab Minute 21 kommt dann Tusches Frage an den blau-weißen Boss: „Wie sehr beschäftigt dich die Personalie Marius Gersbeck?“ Bernstein antwortet so: „Das beschäftigt alle, weil wir in der Verantwortung stehen, da sachlich und vernünftig zu entscheiden. Weil wir natürlich sehen: Er ist ein Herthaner, er ist angekommen aus Karlsruhe, um seinen Traum zu verwirklichen. Er hat in den ersten Wochen die Erwartungen übererfüllt, was Kabine und Führung angeht.“
Das sind die Argumente für eine Weiterbeschäftigung, doch die Vorwürfe gegen Gersbeck sind drastisch. Eine Schlägerei passt eben nicht zum Vereinskodex: Keine Gewalt! Bernstein erklärt weiter: „Jetzt ist es schwer, den richtigen Weg zu finden. Aber den richtigen Weg wird es nicht geben. Es wird keinen Gewinner in diesem ganzen Vorfall geben. Wir warten die Ermittlungen in Salzburg ab und dann wird es eine Entscheidung von den Vereinsgremien geben.“
Mattuschka: „Versuchen, Gersbeck wieder einzugliedern“

Eigentlich ist damit alles gesagt. Doch für Mattuschka ist das nicht genug. Er sagt ganz einfach seine Meinung frei heraus: „Also es gibt schon Gedankenspiele, ihn zu rehabilitieren? Ich finde es gut. Jeder von uns, auch wir beide, haben schon genug Scheiß gemacht. Ich finde, und das ist meine Meinung, man sollte versuchen, den Jungen wieder einzugliedern.“



