Hertha BSC verliert nicht nur ein Spiel – sondern womöglich auch die Kontrolle über die eigene Zukunft. Nach der 0:1-Pleite gegen Kaiserslautern ist der Traum von der Bundesliga-Rückkehr wohl geplatzt. Während die Konkurrenz lockt, kämpft Hertha intern um wichtige Bausteine. Im Fokus: Michal Karbownik – und ein Poker, der jetzt kippt.
Karbownik zögert: Hertha droht Verlust
Das 0:1 gegen Kaiserslautern wirkt nach. Nach der Pleite verabschiedet sich Hertha BSC wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga. Und genau das verändert alles. Auch im Fall von Michal Karbownik (25).

Der Pole, vor drei Jahren für knapp 1,5 Millionen Euro von Brighton & Hove Albion verpflichtet, hat sich unter Trainer Stefan Leitl vom Unsicherheitsfaktor zum Leistungsträger entwickelt. Laufstark, flexibel, stabil. Einer, der funktioniert, wenn andere wackeln. Doch genau das macht ihn so interessant für andere Klubs – und zum Problem für Hertha.
Herthas Plan B: David Puczka rückt in den Fokus
Denn: Karbowniks Vertrag läuft aus. Der Verteidiger fühlt sich in Berlin wohl, sein Ziel heißt aber eigentlich Bundesliga – nicht ein viertes Jahr Zweitliga-Alltag in Berlin. Unter anderem soll Werder Bremen interessiert sein. Auch international gibt es Bewegung.

Wegen der unklaren Zukunft schaut sich Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber offenbar nach anderen Optionen um. Aus Italien ist zu hören, dass Hertha BSC für die linke Abwehrseite einen Plan B schmiedet und die Fühler nach einem Talent von Juventus Turin austreckt.
Auch Red Bull Salzburg buhlt um David Puczka
David Puczka ist österreichischer U21-Nationalspieler, 21 Jahre alt und aktuell für die Juventus-Next-Gen-Mannschaft in der Serie C im Einsatz. Ein offensivstarker Linksverteidiger mit Tempo, Torgefahr (zehn Treffer, vier Vorlagen in 30 Spielen) und viel Potenzial, der bei Juve nur noch bis 2027 unter Vertrag steht.
Hertha plant also im Fall von Karbownik zweigleisig. Dabei ist der Pole nicht der einzige Wackelkandidat. Tjark Ernst, Linus Gechter und Fabian Reese sind ebenfalls begehrt. Wunderkind Kennet Eichhorn sogar so sehr, dass er sich einen Top-Klub aussuchen kann.


