Transfer-Drama

Eichhorn-Plan geplatzt: Hertha BSC verliert sein Mega-Juwel

Durch den verpassten Aufstieg in die Bundesliga wird aus einer blau-weißen Hoffnung ein Transfer-Drama.

Author - Sebastian Schmitt
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Mega-Talent Kennet Eichhorn (16) schnürt wohl nur noch fünfmal seine Schuhe für Hertha BSC
Mega-Talent Kennet Eichhorn (16) schnürt wohl nur noch fünfmal seine Schuhe für Hertha BSCIMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Hertha BSC hatte einen Plan. Doch das 0:1 gegen Kaiserslautern zerstört ihn brutal. Der Aufstieg ist weg, die Perspektive gleich mit. Und plötzlich wird aus Hoffnung ein Transfer-Drama: Kennet Eichhorn steht vor dem Absprung – schneller als gedacht.

Der geheime Eichhorn-Plan von Hertha BSC

Es war mehr als nur eine Niederlage. Dieses 0:1 gegen Kaiserslautern hat Hertha BSC den Boden unter den Füßen weggezogen. Nicht nur, weil der Aufstiegstraum endgültig zerplatzt ist. Sondern weil mit ihm auch ein geheimer Plan in sich zusammenfällt.

Der Plan hieß: Mega-Juwel Kennet Eichhorn (16) halten.

Hertha kann Eichhorn in der Zweiten Liga nichts bieten

Ein Jahr noch. Ein letztes Jahr im Hertha-Trikot. Verkaufen, ja – aber direkt zurückleihen. Ein Deal, der nur mit Bundesliga-Fantasie funktioniert hätte. Größere Bühne, mehr Strahlkraft, ein Argument gegenüber Europas Giganten.

Kennet Eichhorn hatte mit einem Distanzschuss die 1:0 Führung für Hertha BSC gegen Kaiserslautern auf dem Fuß. Durch die Pleite steht das Juwel vor dem Abschied.
Kennet Eichhorn hatte mit einem Distanzschuss die 1:0 Führung für Hertha BSC gegen Kaiserslautern auf dem Fuß. Durch die Pleite steht das Juwel vor dem Abschied.IMAGO/O.Franke

Doch genau dieses Argument ist jetzt weg. Mit dem vierten Zweitliga-Jahr in Folge kann Hertha seinem größten Talent nicht mehr das bieten, was es braucht. Eichhorn ist 16, aber sein Spiel schreit längst nach mehr. Tempo, Technik, Übersicht – alles auf einem Level, das die 2. Bundesliga sprengt. Und die Konkurrenz hat das längst erkannt.

Hertha kassiert für Kennet Eichhorn geringe Ablöse

Manchester City beobachtet ihn intensiv, Pep Guardiola hat Scouts nach Berlin geschickt. Auch Real Madrid ist dran. Die Top-Klubs der Bundesliga sowieso. Für sie ist Eichhorn kein Risiko, sondern eine Chance. Vor allem wegen dieser einen Zahl: zwölf Millionen Euro.

Hertha-Cheftrainer Stefan Leitl hält auf Kennet Eichhorn große Stücke und verspricht Fußball-Deutschland viel Freude mit dem Mittelfeldspieler.
Hertha-Cheftrainer Stefan Leitl hält auf Kennet Eichhorn große Stücke und verspricht Fußball-Deutschland viel Freude mit dem Mittelfeldspieler.IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

So niedrig ist die Ausstiegsklausel, obwohl der Marktwert des blau-weißen Eigengewächses bereits auf 20 Millionen Euro taxiert wird. Damit ist Eichhorn aktuell der wertvollste Zweitliga-Spieler aller Zeiten. Für Hertha ist das eine Ehre – und ein Albtraum. Denn die Verantwortlichen wissen: Diese Summe werden die finanziell weiterhin klammen Blau-Weißen wegen der Klausel nicht kassieren.

Europas Top-Klubs: Eichhorn hat die Qual der Wahl

Auch deswegen entwickelte Hertha den Eichhorn-Plan. Die Hoffnung war bis zuletzt da. Aufstieg, Rückleihe, Entwicklung in vertrauter Umgebung. Ein kontrollierter Abschied auf Zeit. Jetzt droht ein harter Schnitt.

Denn Eichhorn wird wechseln. Nicht weil er will – sondern weil er muss. Weil der nächste Schritt überfällig ist. Weil Stillstand für ihn Rückschritt wäre.

Spielt Eichhorn nur noch fünfmal für Hertha BSC?

Und Hertha? Steht wieder einmal vor der gleichen, so oft schon gespürten bitteren Wahrheit: Talente wachsen in Berlin. Aber sie bleiben nicht.

Fünf Spiele bleiben noch. Fünf Chancen, den zukünftigen Nationalspieler im Hertha-Trikot zu sehen. Fünf letzte Auftritte eines Spielers, der eigentlich die Zukunft sein sollte. Doch diese Zukunft hat sich am Sonnabend gegen Kaiserslautern verabschiedet.