Das wird ein Fußball-Fest! Rund 12.000 St.-Pauli-Fans pilgern am Sonnabend von Hamburg in die Hauptstadt, wollen beim Zweitliga-Topspiel gegen Hertha BSC live dabei sein und sorgen zusammen mit vielen Herthanern für echte Bundesliga-Atmosphäre.
„Wir nehmen das nicht als selbstverständlich. Das ist eine sehr, sehr große Wertschätzung, die uns entgegengebracht wird“, freut sich Pauli-Trainer Fabian Hürzeler über die große Unterstützung bei einem Auswärtsspiel.
Hertha-Trainer Pal Dardai: „Ab 60.000 Zuschauern bekommt das Stadion eine Seele“
Bereits 11.700 Pauli-Anhänger haben sich mit Eintrittskarten für das Berliner Olympiastadion eingedeckt. Tendenz steigend. Denn weitere Tickets können über den freien Verkauf noch ergattert werden. „Vielen Dank für die unfassbare Unterstützung. Wir werden versuchen, ihnen etwas zurückzugeben“, sagte Hürzeler mit Blick auf die Fans.
Bei vielen Hertha-Fans werden dabei sicherlich Erinnerungen an das Spiel gegen Werder Bremen im April wach. Im Bundesliga-Abstiegskampf reisten mehr als 20.000 Werder-Fans nach Berlin, zogen über die Heerstraße ins Olympiastadion und feierten am Ende einen spektakulären 4:2-Sieg.
Fans halten Hertha BSC auch in der Zweiten Liga die Treue
Gute Stimmung ist auch am Sonnabend programmiert: Denn auch Hertha BSC kann sich auf seine Fans verlassen. Bei den bisherigen drei Heimspielen gegen Wiesbaden, Fürth und Braunschweig, also bei nicht besonders attraktiven Gegnern, kamen im Schnitt immer mehr als 35.000 Zuschauer.
Gegen St. Pauli erwartet Hertha nun satte 60.000 Zuschauer. Trainer Pal Dardai freut sich auf die Bundesliga-Stimmung: „Die Atmosphäre muss uns einen Extra-Kick geben. Ab 55, 60.000 Zuschauern bekommt das Stadion eine Seele.“ Angst und bange wird dem Ungarn vor den vielen St. Pauli Fans natürlich nicht: „Ich bin so froh, dass so viele Fans kommen. Das gibt eine gute Stimmung zum Genießen. Wir haben die Mehrheit mit den Fans, das wollen wir für uns nutzen.“

Die Unterstützung aus der Ostkurve und von den Rängen kann Dardais Team gut gebrauchen. St. Pauli kommt nach zwei Siegen mit 8:2 Toren als Tabellenzweiter mit breiter Brust nach Berlin. Aber auch die Blau-Weißen sind spätestens nach dem wilden 3:2-Sieg in Kiel in der Zweiten Liga angekommen.
Während sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) angesichts der Geldstrafen für die wohl abgefeuerte Pyrotechnik die Hände reiben darf, erwartet jeden Berliner, der am Sonnabend um 20.30 Uhr ins Olympiastadion pilgert, eine ganz besondere Atmosphäre.



