Heiner Backhaus (41) ist beim BFC Dynamo endgültig Geschichte. Nach der Blitz-Freistellung am Samstagabend „wegen vereinsschädigenden Verhaltens“ gab es gestern die Vertragsauflösung „in beiderseitigem Einvernehmen“. Damit ist für Backhaus der Weg zu West-Regionalligist Aachen frei. Bleibt die Frage: Wer wird neuer Chefcoach bei den Weinrot-Weißen?
Seit Montag tagt in Hohenschönhausen die Trainerfindungskommission um Wirtschaftsratsboss Peter Meyer (55), Sportchef Angelo Vier (51) und Präsident Norbert Uhlig (70). Macht sich Gedanken, sondiert den Markt, sichtet Bewerbungen. Schließlich hat der Tabellensechste bei nur drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Erfurt weiter große Ziele: Meisterschaft in der Regionalliga Nordost und damit der direkte Aufstieg in Liga drei, Berliner Pokalsieger.
BFC: Das ist das Trainer-Anforderungsprofil
Da muss der neue Mann genau passen. Das Anforderungsprofil: Er muss schnell verfügbar sein, damit er bis zum nächsten Punktspiel – 15. September, 19 Uhr, im Sportforum gegen Babelsberg – möglichst viel Zeit hat, mit der Mannschaft zu arbeiten. Er sollte die Liga gut kennen, Deutsch sprechen, nicht eine komplett neue Spielphilosophie verfolgen. Wenn er zuletzt das eine oder andere Spiel der Dynamo sogar live gesehen haben sollte, ist das sicherlich kein Nachteil.
Damit ist klar: Julian Nagelsmann (36) oder auch Oliver Glasner (49) sind schon mal raus. Spaß beiseite. Denn da machen trotzdem spannende Namen die Runde. Zum Beispiel Dirk Kunert (55). Der gebürtige Berliner betreute bis Oktober 2021 Carl Zeiss Jena, ist auf Jobsuche. Sein bevorzugtes Spielsystem von 4-4-2 passt.
André Meyer hat familiäre Bindung zu Dynamo
Oder André Meyer (39). Führte einst den BAK in ungeahnte (Regionalliga-)Höhen und war bis Ende Januar über zwei Jahre bei Drittligist Halle. Lässt zwar gern mit Dreierkette agieren, ist da aber flexibel. Und dass mit seinem kleinen Bruder Ben (24, Linksverteidiger) schon ein Meyer bei Dynamo unter Vertrag steht, ist spätestens seit Hertha BSC mit Trainer Pal Dardai (47) sowie dessen drei Söhnen Palko (24), Marton (21) und Bence (17) eher die Rubrik Familienzusammenführung als ein Hindernis.




