Unverhofft kommt oft! Für manche nur eine Redewendung, für manche das ganz große Ding. Fragen Sie mal nach bei Nils Weiler (24). Bis Samstag am späten Nachmittag war er „nur“ Co-Trainer beim BFC Dynamo, dann kam das Blitz-Aus für seinen Chef Heiner Backhaus (41, KURIER berichtete), und am Sonntagmittag hatte er beim Regionalliga-Hit in Greifswald (0:0) plötzlich als verantwortlicher Coach das Sagen.
Extreme Stunden, die Weiler nie mehr vergisst. „Ich bin immer noch sehr, sehr happy. Wie alles gelaufen ist, dass die Mannschaft alles komplett wie besprochen umgesetzt hat“, sagt er am Tag danach. Und schiebt stolz nach: „Alle Spieler sind hinterher zu mir gekommen und haben gesagt, dass ich das gut gemacht habe. Das war sicher auch eine Wertschätzung der Arbeit, die ich bisher immer im Hintergrund geleistet habe.“

BFC-Held Nils Weiler: „Ich bin gerne Co-Trainer“
Andere hätten die Hosen voll gehabt, Weiler blieb äußerlich ganz cool, gab Anweisungen und coachte, als hätte er nie was anderes gemacht. Der Höhepunkt folgte nach dem Abpfiff, als die gut 400 mitgereisten BFC-Fans Weiler zu sich in die Kurve riefen, ihn feierten, ihm dankten. Auf dem Weg zurück in die Kabine kullerten dann sogar ein paar Tränen der Rührung.



