Topspiel-Sonntag in der Regionalliga für den BFC Dynamo: Der Tabellenvierte aus Hohenschönhausen muss beim Dritten in Greifswald ran (13 Uhr), kann mit einem Sieg nach Punkten gleich- und im Ranking sogar am FC vorbeiziehen. Doch ausgerechnet vor dem Knaller gibt es großen Wirbel um Trainer Heiner Backhaus (41).
Von Westen her zieht ein Unwetter auf. Reviersport meldet, dass Alemannia Aachen den Coach unbedingt abwerben möchte. Sofort! Der West-Regionalligist legt einen Saison-Fehlstart hin, feuerte nach einem 1:4 in Oberhausen Helge Hohl (32). Beim 0:0 gegen Schalke II hatte Interimscoach Reiner Plaßhenrich (46) das Sagen, soll auch am Sonnabend in Gütersloh (14 Uhr) das Team noch mal betreuen. Dann sind 14 Tage Pause, da soll der Neue übernehmen. Geht’s nach Aachen, dann soll das Backhaus sein.
BFC-Sportchef Angelo Vier: „Es gab eine Anfrage aus Aachen“
Reviersport schreibt sogar, dass sich Alemannia „mit Backhaus einig ist, der gebürtige Wittener würde gern die Aufgabe am Tivoli übernehmen“. Noch lägen beide Klubs wegen einer fällig werdenden Ablöse auseinander. Aber: „Die Drähte zwischen Aachen und Berlin glühen.“
Was ist dran an dieser Hammer-Nachricht? Backhaus sagt: „So etwas gibt es im Fußball immer wieder. Das zeigt ja irgendwo auch, dass man keine Pfeife ist. Aber was woanders geschrieben steht, kommentiere ich nicht. Ich habe einen gültigen Vertrag beim BFC und keine Not. Aber ich bin Profi, ich akzeptiere jede Entscheidung.“
Die kam unmissverständlich von ganz oben. Dynamo-Sportchef Angelo Vier (51) klärt auf: „Es gab eine lose Anfrage von Aachen, ob die Möglichkeit bestehen würde. Von uns gab es eine klare Absage. Das war’s. Wir haben überhaupt keine Intension, unseren Trainer abzugeben.“
Trainer Heiner Backhaus konzentriert sich auf Greifswald
Damit ist das Thema auch für Backhaus durch: „Es wäre ohnehin Sache der Vereine gewesen. Ich fokussiere mich nur auf Dinge, die ich beeinflussen kann, und das sind meine Mannschaft und das Spiel am Sonntag in Greifswald. Das wird schwer genug.“
Der Coach weiß, was ihn und seine Jungs erwartet: „Das ist eine Mannschaft mit viel Erfahrung und Qualität, da müssen wir unsere Dynamik und Power dagegensetzen. Wichtig wird es sein, auf keinen Fall in Rückstand zu geraten. Wenn die Greifswalder führen, sind sie unheimlich clever darin, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, lassen wenige Chancen zu und sind in ihrer Taktik total variabel.“


