Endlich wieder Heimspiel! Nach dem Auftakt gegen Ingolstadt (2:1 nach Penaltys) und vier Spielen in der Fremde gibt es die Eisbären am Sonntag mal wieder in der MB-Arena zu bestaunen. Los geht es gegen Nürnberg um 14 Uhr. Nach zuletzt zwei Pleiten ist ein Dreier gegen die Ice Tigers fast schon Pflicht.
Aber es wird eine knifflige Kiste. Zum einen ist Nürnberg als Tabellenvierter überraschend gut dabei. Zum anderen macht sich der EHC das Leben selbst schwerer als nötig. Motto: Hinterher ist man immer schlauer.
Anfang der Woche gönnten sich die Spieler noch einen Besuch auf dem Oktoberfest. Nach dem 2:4 in Mannheim ging’s direkt nach München, ohne Trainer und Betreuer. Wäre am Freitag ein Sieg in Schwenningen gefolgt, hätte alle Welt gesagt: Wer gut spielt, der soll auch feiern. Nach dem 1:4 könnte man fragen, ob das bei der ganzen Reiserei nicht doch zu viel war. Hinterher ...
Jake Hildebrand patzt in Schwenningen gleich dreimal
Noch schwieriger ist die Situation mit Jake Hildebrand (30). Der Ex-Frankfurt-Torwart war nie unumstritten, ließ seine Kritiker aber mit starken Leistungen in den ersten vier Spielen verstummen.
Doch beinahe schon auffällig laut wurde er auch bei jeder sich bietenden Gelegenheit von Mitspieler und Trainer Serge Aubin (48) über den grünen Klee gelobt. In Schwenningen erwischte der Goalie einen rabenschwarzen Abend.
Beim 0:1 (30.) bekam er den Puck durch die Schoner und merkte nicht, dass die Scheibe gefühlt ewig hinter ihm einschussbereit vor der Linie lag. Beim 0:2 (37.) flutschte ihm der Puck neben der Fanghand durch, beim 1:3 (53.) ließ er das Spielgerät nach vorne prallen. Eh er sich besann und wie eine Bahnschranke auf die Hartgummischeibe fallen wollte, war die schon hinter ihm versenkt. Beim 1:4 (60.) war er vom Eis.
Eisbären-Trainer Serge Aubin muss sich entscheiden
Jetzt steckt Aubin in der Zwickmühle: Gibt er Hildebrand sofort Gelegenheit, den Auftritt im Schwarzwald zu korrigieren? Wenn der Goalie dann auch gegen Nürnberg patzt, ist die Diskussion um ihn wieder in vollem Gange.
Verordnet der Coach dem Keeper dagegen eine Pause (was nach fünf Spielen am Stück durchaus normal wäre), heißt es womöglich, er vertraut ihm doch nicht so richtig. Hinterher ...


